Wir sind im Kampfe Tag und Nacht, Willi Reschke

  • Wir sind im Kampfe Tag und Nacht, Willi Reschke

Zug stösst mit Güterzug zusammen falsche Weichenstellung Nähe Badeort 91 Tote 124 Verletzte. In der folgenden Nacht wird im Physikzimmer des Gymnasiums am Ort eine teure Leica gestohlen. Es ist bekannt, daß der Gymnasiast Hans Becker passionierter. Hobbyfotograf ist. Er gilt als eigenbrödlerisch und verschlossen. Das Eisenbahnunglück hat auch mit ihm zu tun. Später wird er vor Gericht verurteilt. Doch der Richterspruch bedeutet nicht das Ende für ihn, sondern wird zum Signal für einen Neuanfang.

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Willi Reschke ist weithin bekannt geworden durch seine spannenden Erzählungen, vor allem für junge Leute.
gebraucht
Bestell-Nr.: BN1238-40
Autor/in: Willi Reschke
Wir sind im Kampfe Tag und Nacht
ISBN: 3767535173 (ISBN-13: 9783767535176)
Format: 18 x 12 cm
Seiten: 240
Gewicht: 282 g
Verlag: Christliches Verlagshaus
Erschienen: 1971
Einband: Taschenbuch
Sprache: Deutsch
Zustand: leichte Gebrauchsspuren

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Leseprobe: Die Oberschule des Badeortes hatte ihre Sensation. Genaues wußten die Schülerinnen und Schüler der oberen Klassen noch nicht, aber auf den Schulwegen, in den Pausen und sogar in den Unterrichtsstunden wurde über das Gerücht diskutiert. In der letzten Stunde dieses Vorfrühlingstages gingen Zettel von Hand zu Hand, die am Schluß rasch vernichtet wurden; dabei hatte Hans Becker, der Sohn des Kreistierarztes, das Pech, erwischt zu werden.

„Geben Sie den Zettel her!"
Studienrat Erfurt stand plötzlich vor dem leicht erschrokkenen jungen Mann. Er streckte seine Hand nach dem kleinen Stück Papier aus, das Hans in der geballten Faust hielt. Hans Becker war nicht feige. Aber auf keinen Fall war die Botschaft, die das Stück Papier vermittelte, für den Mathematiklehrer bestimmt. Studienrat Erfurt wurde zornrot über das ganze blitzblanke haarlose Haupt.
„Becker", grollte er, „geben Sie mir den Zettel! Ich habe Ihre Unaufmerksamkeit satt. Von Mathematik will in Ihren Schädel nichts hinein; aber Unfug, Dummheiten, darin sind Sie groß. Ich verlange, daß Sie mir den Zettel ausliefern!"
Hans Becker blickte stur geradeaus, an dem Lehrer vorbei zur Wandtafel. In seinem Kopf arbeitete es blitzschnell. Bestand das Gerücht zu Recht, dann saß der Sohn des ..Alten", sein Mitschüler Herbert, in der Tinte. Der Vater, Oberstudiendirektor Wagner, würde nicht zögern, seinem Söhnlein eine erhebliche Strafe zu erteilen. Im anderen Fall war er der Blamierte und mit ihm der Schreiber des Zettels, Walter Hansen. Die Kameraden verpfeifen kam nicht in Frage.
Solche Gedanken durchzuckten das Gehirn des jungen Mannes. Es mußte gehandelt werden. Ehe es sich Studien-
 

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