Ich bin der Herr dein Arzt - Worte des Trostes für Kranke Betrübte Notleidende, C.H. Spurgeon

  • Ich bin der Herr dein Arzt  - Worte des Trostes für Kranke Betrübte Notleidende, C.H. Spurgeon
Ohne Kampf kein Sieg Ein Geschenk - Auf Adlers Flügeln - Blick auf - Sei stille dem Herrn - Im Schmelzofen - Ein weites Herz - Ein Gleichnis - Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet 
Angebot:

Gott hört Leidensgenossen - Bei peinlicher Ungewißheit - Freude im Leid - Sterne in der Leidensnacht -Aufsehen auf Jesus
- Ohne Kampf kein Sieg - Ein Geschenk - Auf Adlers Flügeln - Blick auf - Sei stille dem Herrn - Im Schmelzofen - Ein weites Herz
- Ein Gleichnis - Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet - Der Herr richtet auf, die niedergeschlagen sind 
- Aus sechs Trübsalen wird er dich erretten - Wahre Schätze - Der in euch angefangen hat das gute Werk - Los von der Welt
- Besonderer Trost für Kreuzträger
 
II. In Sorge und Armut
Alle eure Sorge werfet auf ihn - Ein sicherer Ort - Geduld - Freuet euch in dem Herrn allewege - Unnötige Leiden
Kleine Sorgen - Nicht voraussorgen - Der Herr macht arm und macht reich - Er wird den Armen erretten 
Schlechte Zeiten - Laß die Sorgen draußen - Was zum Leben nötig ist - Wenn alle Strange brechen - Ich stärke dich - Am Abend 
 
III. In Krankheit und Todesnot
Die Krankheit ist nicht zum Tode - In schlaflosen Nächten - Bei erzwungener Untätigkeit Warum bin ich auf die Seite gelegt?
Für wieviel haben wir zu danken ! - Bereitschaft - Traue, ohne zu fühlen! - Ich weiß, daß mein Erlöser lebt 
Gottes Zeit ist die beste Zeit - Welcher unseren nichtigen Leib verklären wird - Der beste Augenblick im Leben eines Christen
Gott wird abwischen alle Tränen - Siehe, ich mache alles neu 
 
IV. Beim Tod unserer Lieben
Gottes Fürsorge - Die Seligkeit im Himmel - Gegen übermäßige Trauer - Freue dich, schön'sBlümelein! - Entschlafen durch Jesus
Einer Mutter beim Tod ihres Kindes - Ach wie flüchtig, ach wie nichtig - Eine gute Arznei - Wo sind unsere heimgegangenen Lieben?
 
I. IN ALLERLEI ÄUSSERER UND INNERER NOT
Die Wahl des Kreuzes Dreierlei lege ich dir vor; erwähle dir der eines, daß ich es tue.2. Sam. 24, 12
 
Alle Kinder Gottes werden gezüchtigt; aber nur selten dürfen sie wie David die Rute wählen, aus einer Anzahl von Trübsalen die leichteste aussuchen. Gewöhnlich er* scheint uns gerade das Kreuz, das uns auferlegt ist, als das schwerste. „Ich weiß wohl", heißt es, „daß wir Trüb» sal haben müssen, aber mein gegenwärtiges Leiden ist das schwerste, das mich treffen konnte. Jedes andere Kreuz trüge ich leichter." Der eine sagt: „Oh, körperliehe Schmerzen wollte ich gerne ertragen." Der andere meint: „Oh, arm wollte ich gerne sein, wenn ich nur gesund wäre!" Der dritte erklärt: „Schmach und Verfolgung von den Gottlosen wollte ich mir gerne gefallen lassen, aber die Armut ist doch zu schwer zu tragen."
Und so weiter. Der Herr aber hat alles für jeden geordnet. Wir sind nicht die Herren, sondern die Knechte in seinem Hause und haben nur zu gehorchen.
Aber denke dir einmal, du dürftest wählen! Du würdest dann die Wahrheit des Sprichwortes erfahren: „Wer die Wahl hat, hat die Qual." Wählst du Krankheit des Leibes? Sag nicht so schnell: „Ja!" Ich weiß, was Krankheit ist, und kann sie durchaus nicht rühmen. Also Armut?
Mancher weiß ein Lied von ihr zu singen, und zwar kein frohes. Es ist ganz gewiß kein Vergnügen, abends nicht zu wissen, woher am folgenden Morgen das Geld für Nahrung und Kleider kommen soll, und von den Gaben der Wohltätigkeit abhängig zu sein. Oder wählst du Schmach und Verleumdung? Die können auch einem starken Mann das Herz brechen. Oder soll es etwa der Verlust deiner Lieben sein? Möchtest du wirklich, daß der Gefährte oder die Gefährtin deines Lebens dir genommen, daß dir ein Kindlein vom Herzen gerissen werde?
Wenn du so die Wahl unter den Kreuzen hättest, ginge es dir wohl wie den Eltern, die aufgefordert wurden, eines ihrer zehn Kinder einem andern zu überlassen.
Das erste konnten sie nicht hergeben, denn es war der Stammhalter; das zweite nicht, weil es ein sehr zartes Mägdlein war; das dritte war seiner Mutter Ebenbild
und das vierte war ganz besonders lieb. Und so ging es fort bis zum Nesthäkchen, das noch an der Brust seiner Mutter lag und das man ihr natürlich gar nicht nehmen konnte. So hätten wir auch gegen jedes Kreuz einen besonderen Grund, und die Wahl des Kreuzes wäre allein schon ein schweres Kreuz.
 
Dazu würden wir uns wahrscheinlich ein schlimmeres Kreuz wählen als das, was wir schon tragen müssen. Unser erstes Gefühl wäre: Wir müssen unser bisheriges Kreuz los werden; es ist uns gründlich entleidet und wir meinen, jede Veränderung werde auch eine Verbesserung sein. Wir sehen, wie unser Freund unter seinem Kreuz so fröhlich ist, und wünschen uns an seine Stelle. Aber glaube mir: Gott hat die Last deinem Rücken und deinen Rücken der Last angepaßt, und ein Vertauschen der Last wäre für dich und deinen Freund nur ein Nachteil.Außerdem soll das Kreuz eine Züchtigung und ein Heilmittel sein. Wenn du dir aber selbst das Leiden wählst, so geht gerade diese Wirkung, die es doch haben soll, verloren. Ich habe gehört, daß die Nonnen eines gewissen Ordens jede Nacht in ihrem Sarg schlafen, der in fast aufrechter Stellung an die Wand gelehnt ist. Die Gewohnheit macht das Schlafen in solcher Stellung bald erträglich, wahrscheinlich sogar angenehm, und die Abtötung des Fleisches ist mehr scheinbar als wirklich. In einem Kloster bei Brüssel habe ich die Peitschen gesehen, mit denen die Menschen sich geißeln. Ich hoffe, diese Übung mache ihnen Vergnügen und sie gebrauchen die Peitsche kräftig. Eine selbstauferlegte Geißelung ist nur ein Scheinleiden; ein selbsterwählter Schmerz ist überhaupt kein ernsthafter Schmerz. Er kann uns schließlich sogar lieb werden. Wenn ich aus eigenem Willen leide,
 
gebraucht
Bestell-Nr: BN0804-40
Autor/in:    C.H. Spurgeon
Titel:    Ich bin der Herr dein Arzt
ISBN: 9783866993235 (ISBN-10: 3866993234)
Format: 17 x 11 cm
Seiten: 112
Gewicht: 140 g
Verlag: CLV
Erschienen: 2015
Einband: Hardcover
Sprache: Deutsch
Zustand: leichte Gebrauchsspuren

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