Kraut und Unkraut, Elisabeth Hollerbach; Karl Hollerbach

  • Kraut und Unkraut, Elisabeth Hollerbach; Karl Hollerbach


EINLEITUNG
Die Idee zu diesem Buch kam uns vor etwa 3 Jahren, als wir aus der Großstadt aufs Land - ins Dachauer Moos - zogen, Frühjahr wars und die saftigen
Wiesen standen voll Löwenzahn und Sauerampfer.

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Damit fings an: mit Löwenzahnsalat und Sauerampfersuppe. Auf der Suche nach Rezepten für Wild-kräuter-Verwendung fanden wir damals außer längst vergriffenen Kochbüchern aus Not- und Kriegszeiten nur ein Taschenbuch mit sehr dürftigen und phantasielosen Rezepten. Das gab uns den Anstoß, selbst auszuprobieren, was man an "Unkräutern" essen und wie man sie zubereiten kann. Die Rezepte haben wir gesammelt - es begann die Niederschrift eines eigenen Buches.

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Von einigen der verwendeten Pflanzen kannten wir bereits Heilwirkungen, bei anderen vermuteten wir sie. - Der größte Teil unserer Heilkräuter wirkt
tatsächlich heilend und/oder anregend auf unseren Gesamtorganismus, wie wir im Fortgang unserer Arbeit feststellten, was uns dazu veranlasste, unser
bisheriges "Kochbuch" um den Heüpflanzenteil zu erweitern. Dabei haben wir uns auf die bekanntesten und wirksamsten der bei uns wachsenden Pflanzen beschränkt, um das Buch nicht zu umfangreich werden zu lassen.
Fast alle essbaren "Unkräuter" besitzen heute mehr körperwirksame In haltsstoffe als unsere Kulturgemüse und -Obstsorten. Daiüberhinaus führte in
letzter Zeit eine übersteigerte und oft unkontrollierte Anwendung von Kunstdünger und Pestiziden (d.h. chemischen Insekten-^und Unkrautvernichtungs
mitteln) zu einer Verwässerung des Eigengeschmacks — dieser wird teilweise sogar von der "Chemie" überlagert. Gleichzeitig damit finden wir eine Abnahme des Vitamin- und Mineralstoffgehaltes, die durch einseitige Bevorzugung großer und äußerlich schöner Gemüse und Früchte noch verstärkt wird.  " Besonderer Verunreinigungsgefahr unterliegen all die Gemüse, Getreide
und Früchte, die direkt in der Nähe industrieller Anlagen oder an Autobahnen und anderen stark befahrenen Straßen angebaut werden. So wird z.B. ein
Großteil des Bedarfs der Stadt München aus Anbaugebieten und Kulturen gedeckt, die die Ausfallstraßen der Stadt rechts und links säumen — bei anderen Großstädten sieht es nicht besser aus. Das bedeutet aber auch für uns und alle, die Wildpflanzen sammeln wollen:
I.Keine Pflanzen aus Industrienähe oder von den Rändern stark befahrener Straßen und Autobahnen verwerten — der Mindestabstand beträgt
20 - 30 Meter!
II.Vorsicht vor frisch gedüngten oder 'begifteten' Äckern und Wiesen.
Viele Bauern verwenden viel zu hohe Dosierungen der Giftstoffe, die
sich beim Versprühen auch in der Umgebung der Felder niederschlagen.
Auch hier einen Sicherheitsabstand von mindestens 20 - 30 Metern ein
halten oder nach dem Spritzen einen Regen bzw. mindestens eine
Woche abwarten. Besonders viel wird leider im späten Frühjahr und
Frühsommer gespritzt, wenn die Saaten gerade aufgegangen sind oder
die Felder halbhoch stehen. Notfalls auf Wiesen, Weiden und Waldränder ausweichen.

gebraucht
Bestell-Nr.: BV14470
Autor/in: Elisabeth Hollerbach; Karl Hollerbach
Titel: Kraut und Unkraut
Preis: 4,00 €
Format: 22 x 14 cm
Seiten: 420
Gewicht: 610 g
Verlag: Hugendubel
Erschienen: 1979
Einband: Hardcover/gebunden
Sprache: Deutsch
Zustand: leichte Gebrauchsspuren

 

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