Fossilien und Evolution, Gish Duane T.

Wort und Wissen ISBN 3 7751 0769 X 
Fossilien und Evolution, Gish Duane T. 

Kapitel 1 - Evolution - Philosophie, aber keine Naturwissenschaft
Die Evolutionstheorie in ihrer allgemeinen Form oder einfacher - das Evolutionsmodell -‚ ist die Theorie, daß alle Lebewesen durch einen materialistisch-evolutiven Prozeß einen gemeinsamen Ursprung genommen haben, der seinerseits auf einen ähnlichen Entwicklungsprozeß aus toter, unbeseelter Materie zurückgeht. Man kann diese Lehre auch die Theorie »Vom Molekül zum Menschen« nennen.
Das Schöpfiingsmodell dagegen setzt voraus, daß alle festumrissenen Typen von Tieren und Pflanzen (die geschaffenen Arten) durch das übernatürliche Eingreifen eines Schöpfers ins Dasein gerufen wurden, durch Vorgänge also, die auf der heutigen Erde nicht mehr stattfinden.
Die meisten Naturwissenschaftler betrachten die Evolutionslehre nicht als Theorie, sondern als bewiesene Tatsache. Der verstorbene Tbeodosius Dobzhansky, Genetiker und weltbekannter Evolutionstheoretiker, ehemaliger Professor für Zoologie an der Columbia University und Gastprofessor an der Universität von Kalifornien in Davis, hat gesagt: »Die Tatsache der Evolution des Lebens im Laufe der Erdgeschichte ist so gut nachgewiesen, wie Ereignisse, die nicht von menschlichen Beobachtern bezeugt worden sind, es nur sein können.« Richard B. Goldschmidt; Professor an der Universität von Kalifornien, hat vor seinem Tode behauptet: »Die Evolution der Tier- und Pflanzenwelt wird von allen hierin Urteilsfähigen als Tatsache angesehen, für die kein weiterer Beweis nötig ist. «Fast alle naturwissenschaftlichen Abhandlungen sowie Schul- und Universitätslehrbücher behandeln Evolution wie eine bewiesene Tatsache. Diese berlegungen allein überzeugen viele Menschendavon, daß die Entwicklung »Vom Molekül zum Menschen« tatsächlich stattgefunden hat.

Die Anhänger der Evolutionslehre bestehen beharrlich darauf, daß eine spezielle Schöpfung als Erklärung für die Uranfänge von jeder möglichen Erwägung ausgeschlossen bleibt, weil sie keine wissenschaftliche Theorie darstellt. Andererseits betrachten sie es als undenkbar, daß Evolution etwas anderes sein könne als reine Wissenschaft. Tatsächlich bestehen, wie bereits erwähnt, die meisten Evolutionisten darauf, daß die Evolutionslehre nicht mehr als bloße Theorie, sondern als Tatsache betrachtet werden muß. Trotz dieser Haltung gibt es jedoch nicht nur eine Fülle wissenschaftlich untermauerter Daten, die die Evolutionslehre als Tatsache widerlegen, sondern die Evolutionslehre erweist sich nach einer strengen Definition nicht einmal als wissenschaftliche Theorie, die sie vorgibt zu sein.
Eine Definition von Wissenschaft lautet nach dem »Oxford Dictionary« folgendermaßen:
»Ein Zweig von Untersuchungen im Zusammenhang mit bewiesenen Wahrheiten bzw. beobachteten Tatsachen, die in sich systematisch eingeteilt in allgemeine Gesetze eingeordnet werden können, in welchen verläßliche Methoden zum Auffinden weiterer Wahrheiten innerhalb dieses Rahmens enthalten sind.« (Hervorhebungen vom Verfasser)
Somit muß eine Theorie, um sich als wissenschaftlich zu qualifizieren, durch Ereignisse, Vorgänge und Eigenschaften, beobachtet werden können, gestützt sein, und sie muß sich dafür eignen, das Ergebnis weiterer natürlicher Vorgänge oder Laborexperimente vorauszusagen. Eine zusätzliche Einschränkung, die normalerweise gefordert wird, ist, daß die Theorie auch widerlegbar sein muß. Das heißt, es muß ein Experiment denkbar sein, bei dessen Versagen sich die Theorie als falsch erweist.
Auf der Grundlage dieser Kriterien bestehen die meisten Evolutionstheoretiker darauf, daß als mögliche Erklärung der Uranfänge nicht in Betracht kommt. Die Schöpfung ist nicht von Menschen beobachtet worden, sie kann nicht experimentell überprüft werden, und sie ist als Theorie auch nicht widerlegbar. 
Die allgemeine Evolutionstheorie kann diese Kriterien jedoch ebenfalls nicht erfüllen. Es ist klar, daß z. B. niemand den Ursprung des Universums, den Ursprung des Lebens, die Verwandlung eines Fisches in ein Amphibium oder eines Affen in einen Menschen beobachtet hat. Niemand, und das ist eine Tatsache, hat je die Entstehung einer Art durch natürliche Prozesse beobachtet. Evolution wird vorausgesetzt, ist aber niemals beobachtet worden.
Dies ist sowohl von Dobzhansky als auch von Goldschmidt bestätigt worden, die, wie schon erwähnt, völlig dem Evolutionsglauben ergeben waren. In dem schon früher in diesem Kapitel angeführten Zitat stellt Dobzhansky fest, daß es für Evolution keine menschlichen Augenzeugen gibt.
Goldschmidt konstatierte nach Erörterung seiner »Systemmutationen« bzw. »vorteilhaften Mißgeburten« (hopeful monsters) als Evolutionsmechanismus:
Eine derartige Annahme wird von den meisten Genetikern heftig bekämpft. Sie behaupten, daß die Vorgänge, die sich auf dem innerartlichen Niveau abspielen, auch auf die höheren Kategorien des Systems anzuwenden sind. Unaufhörliche Wiederholung dieser unbewiesenen Behauptung, die die Schwierigkeiten nur übertüncht, und die Einnahme einer arroganten Haltung denen gegenüber, die sich nicht so leicht von Modevorstellungen in der Naturwissenschaft beeinflussen lassen, sollen als wissenschaftlicher Beweis für die Lehre dienen. Es stimmt, daß bisher noch niemand eine neue Art oder Gattung usw. durch Makromutation hervorgebracht hat. Genauso wahr ist es, daß keiner durch Selektion aus Mikromutationen auch nur eine einzige neue Art erzeugt hat. « (Hervorhebungen vom Verfasser)
Etwas später im gleichen Aufsatz stellte er fest: »Genausowenig hat irgend jemand die Erzeugung eines neuen Exemplares einer höheren taxonomischen Kategorie durch Selektion aus Mikromutanten erlebt.«Auf diese Weise bestätigt Goldschmidt, daß in dem »Vom-Molekül-zum-Menschen«-Konzept nur höchst unbedeutende Veränderungen oder solche innerhalb der Art beobachtet worden sind.
Da Evolution in der Natur nicht beobachtet worden ist und eine Art nicht durch die Selektion von Mutanten hervorgebracht werden kann, ist es offenkundig, daß die Evolutionslehre einer experimentellen Prüfung nicht zugänglich ist. Dieser Tatbestand wurde von Dobzhansky zugegeben, als er sagte:
»Diese evolutiven Ereignisse sind einzigartig, unwiederholbar und nicht wieder rückgängig zu machen. Es ist genauso unmöglich, ein Landwirbeltier in einen Fisch zu verwandeln, wie die umgekehrte Verwandlung zu bewirken. Die Anwendbarkeit der experimentellen Methode auf das Studium solcher einzigartigen historischen Prozesse ist stark eingeschränkt, und zwar vor allem durch die dazugehörigen Zeitspannen, welche die Lebenszeit eines menschlichen Experimentators weit überschreiten. Und doch ist es gerade eine derartige Unmöglichkeit, die, von Anti-Evolutionisten gefordert wird, wenn sie nach Beweisen für Evolution verlangen, die sie großmütig als ausreichend annehmen würden. (Hervorhebungen vom Verfasser)
Dobzhansky sagt also, daß die Anwendung der experimentellen Methode auf Evolution eine Unmöglichkeit ist. Ein Grund, den Dobzhansky und andere Evolutionisten dafür angeben, daß sie die Schöpfung als mögliche Erklärung der Uranfänge verwerfen, besteht darin, daß die Schöpfung nicht der experimentellen Methode unterworfen ist. Gleichzeitig aber halten sie es für völlig vernunftwidrig, wenn Vertreter der Schöpfung die gleiche Forderung an die Evolutionstheorie stellen!
Es ist offensichtlich, daß die Evolutionisten die Tatsache, daß Evolution nicht beobachtet oder experimentell nachgewiesen werden kann, damit zu entschuldigen versuchen, daß, echte evolutive Ereignisse lange Zeiträume für ihr Zustandekommen benötigen. Es stimmt natürlich, daß die angenommenen Evolutionsprozesse mehr Zeit erfordern als uns für die menschliche Beobachtung zur Verfügung steht. Aber damit kann die Evolution niemals mehr sein als ein bloßes Postulat.

Macbeth, der keinesfalls Schöpfungsanhänger ist, hat klar gesagt: Darwinismus ist nicht Naturwissenschaft. Nach Birch und Ehrlich liegt die Evolutionstheorie außerhalb der empirischen Wissenschaft, obwohl sie nicht notwendigerweise falsch ist. Niemand kann Möglichkeiten ersinnen um sie nachzuprüfen.
Nachdem er festgestellt hat, daß die neodarwinistische Theorie der Evolution auf Axiome aufgebaut ist (d. h. auf Konzepte, die nicht bewiesen oder nachgeprüft werden können), erklärt Harns:
». . . die axiomatische Natur der neodarwinistischen Theorie stellt die Auseinandersetzung zwischen Evolutionisten und Kreationisten in eine neue Perspektive. Die Evolutionisten haben die Kreationisten oft herausgefordert, einen experimentellen Beweis dafür zu erbringen, daß Arten de novo geschaffen worden sind. Die Kreationisten haben dagegen die Evolutionisten oft aufgefordert zu zeigen, wie zufällige Mutationen zur Anpassungsfähigkeit führen können, oder zu erklären, warum die natürliche Zuchtwahl einige Arten mit besonderen Anpassungen begünstigt hat, andere dagegen nicht, und warum diese Selektion zuläßt, daß scheinbar nachteilige Organe erhalten bleiben. Wir können erkennen, daß keine der beiden Herausforderungen erfüllt. Wenn die neodarwinistische Theorie als axiomatisch betrachtet wird, können Kreationisten nicht verlangen, daß Axiome bewiesen werden. Ebensowenig angebracht ist es für Evolutionisten, die gesonderte Erschaffung der Arten als unbewiesen abzulehnen, solange sie als Axiom behauptet wird.
Der britische Biologe und Evolutionsanhänger :Matthews schreibt in seiner Einführung zu einer 1971 erschienen Neuveröffentlichung von Darwins Ursprung der Arten:
Die Tatsache der Evolution ist das Rückgrat der Biologie, und die Biologie ist somit in der eigentümlichen Lage, als Wissenschaft auf eine unbewiesene Theorie gegründet zu sein. Ist sie also nun eine Wissenschaft oder ein Glaube? Der Glaube an die Evolutionstheorie ist daher vergleichbar mit dem Glauben an eine Erschaffung der Arten. Beides sind Auffassungen, von denen die Gläubigen überzeugt sind, daß sie wahr sind, deren keine aber bis heute den Beweis erbringen konnte.
Obwohl. die Evolutionsanhänger alles Übernatürliche am Ursprung der Lebewesen leugnen, soll der evolutionäre Prozeß, sofern man ihm genügend Zeit zubilligt, dennoch Wunder hervorbringen. So gilt:
FROSCH = kurzer Moment - PRINZ Kindermärchen dagegen - FROSCH = 300 Millionen Jahre PRINZ = Wissenschaft

Ferner haben die Architekten der modernen synthetischen Evolutionstheorie ihre Lehre so kunstvoll erdacht, daß sie nicht widerlegbar ist. Die Theorie ist so dehnbar, daß sie in der Lage ist, praktisch alles zu erklären. Das ist auch die Beschwerde Olsons11 und mehrerer anderer Teilnehmer am »Wistar Institute. Symposium über mathematische Anfragen an die neodarwinistische Interpretation der Evolution«.

Eden, einer der Mathematiker, formulierte diesen Sachverhalt folgendermaßen:
»Widerlegung ist bei der Evolutionstheorie allgemein unmöglich, und das meinte ich, als ich sie tautologisch nannte. Sie kann tatsächlich alles erklären. Ob man geistreich ist oder nicht, um einen uns Menschen plausiblen Mechanismus zu ersinnen bzw. Mechanismen, die mit anderen bereits entdeckten Mechanismen vereinbar sind: die Theorie als solche bleibt unwiderlegbar.«13
Neben denjenigen Wissenschaftlern, die von Schöpfung ausgehen, hat eine wachsende Zahl anderer Wissenschaftler Zweifel daran geäußert, daß die moderne Evolutionstheorie imstande sei, mehr als. bedeutungslose Veränderungen zu erklären. Als Computerberechnungen gezeigt hatten, daß die Wahrscheinlichkeit gewisser evolutiver Veränderungen (entsprechend den Mechanismen, die von modernen Evolutionisten vorausgesetzt werden) im Grunde genommen gleich Null ist, wurde Eden so entmutigt, daß er feststellte: ». . eine angemessene wissenschaftliche Evolutionstheorie muß die Entdeckung und Aufklärung neuer Naturgesetze abwarten...

1.  T. Dobzhansky, Science, Bd. 127, S. 109I (1958).
2.  R. B. Goldschmidt. American Scientist. Bd. 40. S. 84 (19521
3.  G.G. Simpson, Science, Bd. 143, S.769 (1964)..
4.  R. B. Goldschmidt, wie 2, S. 94.
5.  R. B. Goldschmidt, wie 2, S. 97.
6.  T. Dobzhansky, American Scientist, Bd. 45, S. 388 (1957).
7.  N. Macbeth, American Biology Teacher, November 1976, S. 496
8   L. C. Bfrch und P. R. Ehrlich, Nature, Bd. 214, S. 349 (1967).
9.  C. Leon Harns, Perspeclives in Biology and Medicine, Winter 1975, S. 183. .
10 L. Harrison Matthews, !ntroduction to The Origin of Species, C. Darwin, Nachdruck von J. M. Dent and Sons, Ltd., London, 1971, S. M.
11. E. C. Olson, in Evolution After Darwin, Bd. 1: The Evolution of Life, Hrsg. von So1 Tax, University of Chicago Press, Chicago, 1960.
12. M. Eden, wie 12, S. 71.
14 M. Eden, wie 12, S. 109.

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