Die Wilhelm Busch Bibliothek kpl. 13 Bücher

gebraucht
Bestell-Nr.: BV30080
Autor/in: Wilhelm Busch
Die Wilhelm Busch Bibliothek kpl 13 Bücher
Preis: 49,00 €
ISBN: 3761554877 (ISBN-13: 9783761554876)
Zustand: leichte Gebrauchsspuren
Verlag: Neukirchener Aussaat
Format: 170x110 mm
Seiten: 2678
Gewicht: 2710 g
Erschienen: 2006
Einband: Hardcover
Sprache: Deutsch
Beschreibung: Geschichten aus dem Alten Testament, die Hinweise auf das Kreuz und Jesu Leiden und Sterben enthalten Als ich – ein junger Theologe – die Universität verließ, hatte ich in den Vorlesungen über das Alte Testament gelernt, dass man in den fünf Büchern Mose verschiedene Quellen feststellen könne: den Jahwist und den Elohist … Ich hatte älteste und jüngere Bestandteile unterscheiden gelernt … Ich hatte gehört, dass es einen ersten und einen zweiten Jesaja gäbe … Man hatte mir gezeigt, wie man die »unterchristliche Frömmigkeit« des Alten Testaments von der »Lehre Jesu« unterscheiden könne … Kurz – das Alte Testament war ein höchst zweifelhaftes Erzeugnis religiöser jüdischer Literatur. So entließ mich die Universität in eine große Gemeinde als »Prediger des »Wort Gottes«?! War das Alte Testament »Wort Gottes«? Man hatte uns gesagt, das Alte Testament sei für uns gültig, »soweit es Christum treibe«. Nun schön! Aber – was »trieb denn hier Christum«? Selbst das große Kapitel Jesaja 53 war ja – wie man uns gesagt hatte – gar nicht eine messianische Verheißung, sondern es wurde hier »die Idee des stellvertretenden Leidens« ausgesprochen.

Es wurde mir klar: Das ganze Alte Testament war nichts als eine einzige Verlegenheit. Doch wie dankbar bin ich, dass mir aus dieser kritischen Haltung herausgeholfen wurde durch allerlei Erlebnisse, die mir zeigten, dass man auch ganz anders mit diesem Buch umgehen könne. Da sagte mir einst meine liebe Mutter: »Ich habe so viel Segen vom 3. Buch Mose.« Ich horchte auf: Vom 3. Buch Mose? Da standen doch nur längst überholte Kultvorschriften, deren Ursprünge nach Ägypten oder Babylon oder wer weiß wohin wiesen. Ich hielt eine Bibelstunde über die Geschichte, wie Mose Wasser aus dem Felsen schlägt. Und da sagte ich schöne und herzbewegende Worte über die Tatsache, dass Gott die Seinen nicht im Stich lässt. Ich war überzeugt, ich hätte sehr gut gesprochen. Aber da kam ein alter, erfahrener Jünger Jesu auf mich zu und erklärte mir: »In meiner Bibel steht: ›Der geistliche Fels, der nachfolgte, war Christus.‹ – Davon habe ich heute Abend bei Ihnen nichts gehört.«Solche und ähnliche Erlebnisse zeigten mir, dass ich das Eigentliche im Alten Testament noch gar nicht bemerkt hatte. Aber – wie sollte ich dahin kommen? Da gab mir bei einem Besuch in Berlin der damalige Generalsekretär des CVJM, Heilmann, ein Buch von Spurgeon: »Alttestamentliche Bilder.« Ich verschlang dies Buch. Eine neue Welt ging mir auf. Nun forschte ich weiter. Ich entdeckte F. W. Krummachers »Blicke in das Reich der Gnade«. Und schließlich fand ich das herrliche Buch von G. D. Krummacher (Erweckungsprediger in Wuppertal): »Die Wanderungen Israels durch die Wüste nach Kanaan.« Die Beschäftigung mit Tersteegen brachte mich an die Schriften der Madame de la Mothe-Guyon. Bei meiner neuen Lektüre entdeckte ich: Es gab eine stille Strömung in der Christenheit (wir nennen sie »Pietismus«), die allezeit ein geistliches Verständnis des Alten Testaments gepflegt hatte. Ich kann es nicht aussprechen, wie viel ich diesen »Pietisten« verdanke.
Von ihnen habe ich die Schrift neu lesen gelernt. Und nun muss ich immer wieder an das Wort des Herrn Jesu denken: »Suchet in der Schrift, denn sie ist’s, die von mir zeuget!« In diesem Buch wage ich es, einige Predigten zu bringen, die ich in Essen in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg gehalten habe. Es wäre mir lieber, man würde meine Lehrmeister lesen. Aber ihre Bücher sind längst vergriffen. So muss der Schüler eben seine sehr viel armseligeren Zeugnisse vorlegen.

Man wende nicht ein, solche Sprache verstehe der moderne Mensch nicht mehr. Die Gottesdienste waren von viel Jugend und auch von gebildeten Leuten besucht. Wichtiger war mir, dass die gläubigen Kinder Gottes hier Nahrung für ihr inneres Leben fanden. Meine theologisch gebildeten Brüder werden von diesen Predigten sagen: »So geht’s nicht!« Sie werden einwenden, man dürfe nicht mit »Allegorie« und »doppeltem Schriftsinn« auslegen. Da kann ich nur erklären: »Brüder, seht ihr nicht, wie uns das Alte Testament verschlossen ist? Zeigt mir einen besseren Weg! Ich bin überzeugt, dass es dem Heiligen Geist gefallen hat, überall im Alten Testament verborgen das Kreuz Jesu Christi zu bezeugen.« Dies Kreuz aber ist die lebendige Quelle allen Heils. Wilhelm Busch
Morija
Und Gott sprach zu Abraham: Nimm Isaak, deinen einzigen Sohn, den du lieb hast, und gehe hin in das Land Morija und opfere ihn daselbst zum Brandopfer auf einem Berge, den ich dir sagen werde.1.Mose 22,2
Manchmal packt mich die Angst, Gott und wir könnten aneinander vorbeireden. Wir schreien unsre Not zu Gott, dass Er uns helfe. Aber Gottes Wort antwortet: »Ich habe euch Heil gegeben in Jesus. In Ihm ist euch geholfen. Wie unter euren heidnischen Vorfahren das Kreuz aufgerichtet wurde, so muss es bei euch wieder geschehen.« – Darauf antworten wir: »Ach nein, nicht das Kreuz! Wir brauchen Geld und Wohnungen und Gesundheit.« Gottes Wort aber sagt: »Es ist in keinem andern Heil als in Christus, dem Gekreuzigten.« Ob nicht alle unsre Heillosigkeit daher kommt, dass das Kreuz nicht in unsern Herzen aufgerichtet ist?
Darum wollen wir uns mühen um das Verständnis des Kreuzes Christi, weil wir glauben, dass das notwendig ist, d. h. dass es die Not wendet.
Der geopferte Sohn
1. Also hat Abraham Gott geliebt, dass er seinen Sohn gab
Da fordert Gott eines Tages von Abraham: »Nimm Isaak, deinen einzigen Sohn, den du lieb hast, und gehe hin in das Land Morija und opfere ihn daselbst zum Brandopfer auf einem Berg, den ich dir sagen werde.«

Die Bibel gibt nun keine psychologische Darstellung des Seelenschmerzes. Sie berichtet nur:»Da machte sich Abraham frühe auf …« Wir sehen ihn schweigend ins Land Morija ziehen, begleitet von seinem Sohn und einem Knecht, der den Esel führt. Und der Esel trägt nicht nur den Proviant, sondern auch das Holz zum Opfer. Als sie an dem Fuß des geheimnisvollen Berges angelangt sind, lässt Abraham den Knecht mit dem Esel zurück, legt das Holz auf den Sohn, nimmt das Messer und das Feuer. Und dann gehen sie miteinander.
Welch ein Weg! Einmal unterbricht der Sohn das Schweigen: »Mein Vater! Hier ist Feuer und Holz. Aber wo ist das Schaf zum Brandopfer?«Was geht wohl in Abrahams Seele vor, als er antwortet: »Gott wird sich ein Opfer ersehen«, und als sie dann miteinander den Steinaltar bauen, – und als er seinen Sohn bindet? Das war ja ein besonderer Sohn. Gott hatte ihn verheißen, als Abraham noch jung war. Und ein langes Leben hindurch hatte Abraham auf diesen Sohn gewartet. Mit ihm sein Weib Sara. Doch erst, als sie alt waren und die Vernunft nicht mehr hoffte, da hatte ihnen Gott den Sohn gegeben. Ganz besondere Verheißungen ruhten auf ihm. Und nun ist Abraham bereit, ihn zu opfern, als Gott ihn fordert. Wie muss er Gott lieb haben! Wir fordern nur immer etwas von Gott: Hilfe, Erlösung, Trost, Gaben. Und auch Rechenschaft verlangen wir von Gott, wenn Er tut, was wir nicht begreifen.
Abraham aber ist bereit, sein Liebstes zu opfern. Was für eine unermessliche Liebe zu Gott muss das sein!

2. Also hat Gott die Welt geliebt, dass Er Seinen eingeborenen Sohn gab Jahrtausende sind seit dieser Geschichte ins Land gegangen. Das Land Morija – es ist die Gegend um Jerusalem her – hat manche Veränderung erfahren. Da wird auf jenem geheimnisvollen Berg – es ist der Berg Golgatha – wieder ein Altar aufgerichtet.
Und wieder schickt sich ein Vater an, seinen geliebten Sohn zu opfern. Diesmal ist der opfernde Vater der heilige Gott selbst. Und das Opfer ist Jesus Christus, der Sohn Gottes. Wo einst Abraham seinen Isaak band, da steht nun Jesus, gebunden, bereit zum Opfer. So ist Isaak ein Vorbild auf den gekreuzigten Christus.
Aber – wie viel wunderbarer ist das, was in Jesus geschieht! Zwar tat Abraham etwas, was uns unfassbar groß erscheint: Er opfert sein Liebstes Gott. Aber eben doch dem Gott, der es wert ist, dass man Ihm alles gibt, dem Gott, der Abraham gesegnet und geliebt hatte, dem Gott, der Abraham tausendmal das Herz abgewonnen hatte. Gott aber opferte Sein Liebstes einer Welt, die Ihn verachtet und beleidigt hat; einer Welt, die Ihn hasst und verspottet, die Ihn vergisst oder wie einen bösen Knecht behandelt, einer Welt, die nicht wert ist, dass man sie liebt, einer Welt, die bestialisch, gemein, niedrig, entsetzlich ist, die so ist, wie wir sind. »Also hat Gott diese Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab …« Was für eine unermessliche Liebe muss das sein! Wenn die Menschen auf den Jammer der Welt zeigen und rufen: »Da seht, Gott liebt uns nicht mehr!«, dann weisen wir auf das Kreuz und rufen: »O seht, wie sehr Er uns liebt!«

Es ist nicht Spielerei, wenn ich euch von Isaaks Opferung zum Kreuz Jesu führe. Ein Größerer hat das schon getan: Paulus. In der alttestamentlichen Geschichte lobt Gott den Abraham: »Du hast deines einzigen Sohnes nicht verschont.« Das gleiche Wort braucht Paulus in Römer 8 und sagt: »Gott hat seines eingeborenen Sohnes nicht verschont, sondern hat ihn für uns alle dahingegeben.« Und dann fährt er fort: »Wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken!« Das heißt: Nimm jetzt nur erst einmal diesen fundamentalen Liebesbeweis Gottes im Glauben an! Von da aus lösen sich alle Fragen und Nöte. Darum sagen wir: Der Blick auf das Kreuz ist not-wendig. Er wendet die Not deines Lebens.

Ein Missionar berichtet von einem Hottentotten. Der hatte mit Mühe Joh. 3,16 gelernt: »Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab …« Eines Tages trat er reisefertig vor den Missionar: »Sende mich!Ich muss gehen und die gute Botschaft allen verkünden!« Der Missionar wandte ein: »Du kannst ja nichts als nur den einen Spruch.« »Ist das nicht genug?« rief der Schwarze. »Werden die Leute sich nicht freuen und Herz und Ohr öffnen, wenn sie hören, dass Gott auch sie liebt?!«

3. Im Opfer ist die Versöhnung für unsere Sünden
Nun müssen wir auf die Abrahams geschichte zurückkommen. Ich habe sie noch nicht zu Ende erzählt: Abraham hatte seinen Sohn auf den Altar gelegt. Er ergriff das Messer, um ihn zu opfern. Da rief ihm der Engel des Herrn zu: »Lege deine Hand nicht an den Knaben! Nun sehe ich, dass du Gott fürchtest.«»Da hob Abraham seine Augen auf und sah einen Widder in der Hecke mit den Hörnern hängen. Und er nahm den Widder und opferte ihn.« Dieses Opfer hat mich beschäftigt. Man kann ja wirklich nicht sagen, dass dem Abraham dies Opfer ein gleichwertiger Ersatz für seinen Sohn war. Denn der Widder kostete ihn gar nichts. Den fand er. Was soll also dies Opfer noch?

Seht, in dieser Stunde stand Abraham in erschütternder Weise vor Gott. Und da wusste er,was jeder in solcher Lage weiß, dass ein Sünder vor Gott nicht bleiben kann ohne Versöhnung.
Die Bibel erzählt auch von Abrahams Sünde. Die stand in dieser Stunde groß vor ihm. Für die brauchte er jetzt die Versöhnung. Darum flüchtete er zum Opfer. Dies Widderopfer war dem Mann Gottes nur ein Hinweis auf das kommende, große Versöhnungsopfer Jesu am Kreuz. So können wir sagen: Er stellte sich unter das Kreuz, in die Versöhnung mit Gott. Da wurde ihm der Friede Gottes geschenkt. Das brauchen auch wir vor allem, diesen Frieden Gottes, der aus der Versöhnung kommt. Stürme gehen über die Welt. Wenn der Sturm den Ozean peitscht, bleibt doch die Tiefe des Meeres ganz ruhig. So ist einer, der im Frieden Gottes steht. Sein Leben ruht in Gott. Wie wünsche ich uns das!

Beth-El
Jakob sprach: Wie heilig ist diese Stätte! Hier ist nichts anderes denn Gottes Haus, und hier ist die Pforte des Himmels. 1. Mose 28,17 Haltet es bitte nicht für eine Spielerei, wenn wir in der Passionszeit den alttestamentlichen Vorbildern des Kreuzes Christi nachdenken. Ich bin gewiss, dass es dem Heiligen Geist gefallen hat, auch schon durch das Wort des Alten Bundes das Kreuz Christi zu verkündigen.
Allerdings in verhüllter Form. Und wenn wir uns die Mühe machen, durch die Verhüllung durchzuschauen, dann wird uns durch diese alttestamentliche Kreuzespredigt manches Wichtige über unser Heil in Christus geoffenbart werden. So lasst es euch denn gefallen, dass wir darin fortfahren. Wir wollen heute an Jakob sehen: Wie ein Elender getröstet wurde 1. Die große Verlassenheit Durch die einsame Steppe im Norden Palästinas wandert ein junger Mann. Ringsum grauenvolle Öde: kein Haus und kein Mensch, soweit das Auge schaut. Hier zieht nicht ein kühner Forscher mit starkem Herzen in unbekannte Lande. Hier ist auch nicht ein junger Mann, der gern Freiheit und Abenteuer kosten möchte. Von diesem Jakob heißt es in Kap. 25: »Er war ein sanfter Mann und blieb in den Hütten.«
Dieser junge Mann war herausgerissen aus seiner sicheren Welt. Ihm war gleichsam der Boden unter den Füßen weggezogen worden.So ist der Jakob recht ein Abbild vom Menschen unserer Tage, der aus aller Sicherheit gerissen ist und ohne Halt durch eine zertrümmerte Welt geht.

Aber warum war der Jakob aus den Zelten des Vaters ausgezogen? Er hatte seinen Bruder betrogen. Nun musste er vor dessen Rache fliehen. Die Schuld war das unsichtbare, schwere Gepäck, das Jakob mitschleppte. Und darin gleicht er anderen biblischen Gestalten. So wanderte Adam über den Acker, der Dornen und Disteln trug, entwurzelt und vereinsamt durch Schuld. So zog Kain »von dem Angesicht des Herrn in das Land Nod«, ein schuldbeladener Mann. Wir tragen alle in irgendeiner Weise dies Bild Adams an uns: aus dem Frieden verjagt durch Schuld vor Gott. So also zog nun auch Jakob durch die Einsamkeit. Und dann brach eine Nacht herein. Die Bibel spricht von dem »Grauen der Nacht«. Jakob bettete sich auf einen Stein. Über ihm leuchteten kalt die Sterne. Und der Himmel war so fern! So fern! Ja, das ist der Grund für die grenzenlose Verlassenheit bei den Menschen unserer Tage: Gott und der Himmel sind so fern. Die Oberflächlichen suchen sich zu helfen: »Nun müssen wir eben ohne den Himmel fertig werden.« Und die ernsten Herzen bekümmern sich: »Wie sollte Gott auch zu unserm schuldbeladenen Leben sich herabneigen!«

2. Der offene Himmel
Ich denke, Jakob hat lange zu dem fernen, verschlossenen Himmel aufgeschaut. Schließlich fielen ihm die müden, brennenden Augen zu. Und nun schenkte ihm Gott einen wundersamen Traum. Der Himmel tat sich auf: Neben dem Schlafenden erhob sich eine Treppe, deren »Spitze bis an den Himmel reichte«. Und die Engel Gottes stiegen daran auf und ab. Der Himmel stand offen; Himmel und Erde waren verbunden. Ist das nicht eine herrliche Darstellung des Kreuzes Jesu Christi?
Ja, so steht es mit dem Kreuz: Es ist die einzige Verbindung zwischen der Welt Gottes und dem Menschen. Es ist die Treppe, auf der die Kräfte der unsichtbaren Welt in diese Todeswelt einströmen. Es ist die Leiter, auf der verlorene Sünder in den Himmel kommen. In der wunderbaren Schilderung vom Traum Jakobs heißt es: »Er sah eine Leiter, die rührte mit der Spitze an den Himmel.« Kenner der Bibel denken hier sofort an eine andre Geschichte, in der auch davon die Rede ist, dass eine Leiter gebaut werden soll, deren Spitze an den Himmel reiche. Ich meine den Turmbau zu Babel. Nun, aus dieser Treppe wurde nichts. Solch eine Treppe kann nicht von unten nach oben, sondern nur von oben nach unten gebaut werden. Und das ist die Herrlichkeit des Kreuzes, dass hier nicht Menschen etwas Vergebliches versucht haben. Nein! Gott selbst hat diese Verbindung zwischen dem Himmel und der Erde hergestellt. F. v. Bodelschwingh hat einmal gesagt: »Wenn man an keinem andern Ort etwas merken sollte – unter dem Kreuz von Golgatha kann man es studieren, wie herrlich Gott den Elenden hilft.«»Hier ist die Pforte des Himmels«, sagte Jakob, als er die Leiter gesehen hatte. »Hier ist die Pforte des Himmels«, sagen wir unter dem Kreuz Jesu. Ich habe mir vorgestellt, wie Adam nach dem Sündenfall manchmal um das verschlossene Paradies geirrt ist und eine Tür gesucht hat. Hier unter dem Kreuz geht die Türe auf. Jesus sagt in Johannes 10: »Ich bin die Tür; so jemand durch mich eingeht, der wird selig werden.« »Hier ist das Haus Gottes«, sagte Jakob, als er die Himmelsleiter gesehen hatte.
»Hier wohnt Gott auf Erden«, sagen wir unter dem Kreuz Christi. Das ist wichtig! Wo ist Gottes Haus?Ich habe Dome gesehen, die Gotteshäuser genannt wurden. Aber mit ihren Bildern und Altären glichen sie eher Götzentempeln. Hier beim Kreuz von Golgatha ist Gottes Wohnung. Da begegnen wir dem lebendigen Gott. Hier schauen wir in den geöffneten Himmel. Hier walten die Engel, die Mächte und Kräfte der unsichtbaren Welt.

3. Das Gnadenwort
Jakob hat in jener Nacht große Dinge nicht nur gesehen, sondern auch gehört. Der Herr stand oben an der Leiter und verhieß ihm: »Ich bin mit dir!« Welch ein Wort! Der »Hohe und Erhabene« schließt einen Bund mit dem Staub. Und die Schuld Jakobs? Ja, gerade hieran wird deutlich, wie sehr diese Himmelsleiter ein Abbild des Kreuzes Jesu ist: Im Kreuz schließt Gott einen Bund mit dem Sünder. Und die Schuld?
»Wo sind die Sündenschulden all? Im Meer des Bluts versenkt! Ich weiß, dass er von ihrer Zahl / nicht einer mehr gedenkt.« Jakob ist an dem Morgen nach dieser Nacht weitergewandert. Er war immer noch einsam. Und es war noch dieselbe Wüste, durch die er zog. Und doch – alles war anders geworden.»Ich bin mit dir!« Im Bunde mit Gott durch Vergebung der Sünden. Welch ein frohes Wandern wurde das nun! Ich habe keine Hoffnung, dass die Welt, in der wir leben müssen, sich bald verändern wird. Wir werden noch manchen sauren Tritt tun müssen. Aber wie ist doch alles verändert, wenn wir die Himmelsleiter von Golgatha kennen! Im Frieden mit Gott durch Vergebung der Sünden kann man fröhlich und getrost seine Straße ziehen – und wenn sie nur durch Trümmer führte.
Verlagstext: Von Bethlehem bis Rom Mit einem Vorwort von Rolf Scheffbuch Wilhelm Busch war ein vollmächtiger Evangelist. Nach wie vor sind seine Predigten von überraschender Überzeugungskraft und Aktualität. Geordnet nach dem Kirchenjahr reden diese 36 Predigten vom Lauf des Evangeliums von Bethlehem bis Rom und zu uns. Gideon - Markus - Noah Bileam - Josaphat - Simson Elisa Anschaulich und packend entfaltet Wilhelm Busch Lebensbilder aus der Bibel: Er entdeckt Stärken und Schwächen dieser Personen und zeigt, wie Gott mit einzelnen Menschen Geschichte macht. Nicht zuletzt bringt er Jesu Aufforderung ganz neu zur Geltung: "Suchet in der Schrift, sie ist's, die von mir zeuget." Jesus predigen - nicht irgendwas Wie wenige andere hat Wilhelm Busch es verstanden, lebendig und anschaulich die Botschaft von Jesus Christus weiterzusagen. Welche Grundsätze für sein Predigen maßgebend waren, wird in drei Aufsätzen deutlich, die in diesem Buch zusammengestellt sind. Freiheit aus dem Evangelium Während des Dritten Reiches geriet Wilhelm Busch wiederholt in Konflikte mit der Geheimen Staatspolizei. In diesem Bändchen schildert er seine Erfahrungen im Umgang mit Vertretern staatlicher Macht. Gegenstände der Passion Unermüdlich hat Wilhelm Busch nach Wegen gesucht, seinen Zuhörern/der Gemeinde die Bedeutung des Leidens und Sterbens Jesu deutlich zu machen. Er hat im Alten Testament Spuren zum Kreuz entdeckt und aufgezeigt, hat Menschen unter dem Kreuz beschrieben und durch Geschichten am Rande der Passion versucht, an das Geheimnis der Passion Jesu heranzukommen. Spuren zum Kreuz In diesem Buch nimmt Wilhelm Busch seine Leser und Zuhörer bei der Hand und führt sie zu Geschichten aus dem Alten Testament, die Hinweise auf das Kreuz und Jesu Leiden und Sterben enthalten. Die Suchaktion Gottes Alle Verkündigung des Evangeliums ist letztlich nichts anderes als die Mitteilung an die Menschen, dass Gott sie sucht. Das ganze Leben von Wilhelm Busch war von dem Wunsch bestimmt, so vielen Menschen wie nur möglich diese Suchaktion Gottes nahezubringen und sie zu ermutigen, sich von Gott finden zu lassen. 32 kurze Predigten zu "Kurzgeschichten der Bibel" sind hier zusammengestellt. Es geht am Kreuz um unsre Not Was hat ein Pfarrer seiner Gemeinde zu sagen, wenn alles um ihn herum gekennzeichnet ist von der zerstörerischen Kraft des Krieges, von Trümmern, Leid und Not? Kann er da überhaupt noch das Wort "Hoffnung" in den Mund nehmen? Eine Tochter von Wilhelm Busch sagt zu diesen Predigten aus dem Jahr 1944: "...es ist schon faszinierend zu sehen, wie unaufgeregt mein Vater dort die biblische Botschaft verkündigt und doch immer wieder die Erfahrung dieser schlimmen Zeit mit aufnimmt." In der Seelsorge Gottes Hier werden Menschen aus der Bibel vorgestellt, die gerade in den Tiefen ihres Lebens entscheidende Erfahrungen mit Gott gemacht haben, wie ihnen Gott als ihr Seelsorger begegnet ist. Die belebte Straße Entscheidende Begegnungen mit Jesus fanden nicht selten auf der Straße statt. Wo Jesus hinkam, belebten sich die Straßen ... Die Predigten, die in diesem Band zusammengestellt sind, wurden von Wilhelm Busch in Essen vor vorwiegend jüngeren Zuhörern gehalten. Faszinierend sind die anschauliche Sprache und der praktische Bezug zum Leben. Kennen Sie Hömpel? "Kein Tag in meinem Leben ist langweilig gewesen", sagt Wilhelm Busch, und dieses Buch ist ein Beleg dafür. Der bekannte Essener Jugendpfarrer blickt auf Ereignisse und Erfahrungen zurück, die von der Botschaft geprägt waren, die er auszurichten hatte. Eine Fülle von Episoden aus einem "Leben ohne Alltag".
Stichwörter: Glaube, Missionarische Literatur, Evangelische Literatur, Missionarische Verkündigung, Spiritualit
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