1. Timotheus, In Gottseligkeit leben, A. Remmers

  • 1. Timotheus, In Gottseligkeit leben, A. Remmers

TIMOTHEUS DER JUNGE MITARBEITER des Apostels Paulus, hatte in Ephesus eine wichtige und verantwortungsvolle Aufgabe zu erfüllen. Dazu musste er Gottes Gedanken kennen. Paulus schrieb ihm deshalb diesen Brief, damit er wusste, "wie man sich verhalten soll im Hause Gottes" 

Der erste Brief an Timotheus behandelt die Ordnung in der Gemeinde, der Versammlung des lebendigen Gottes. Darin sind alle Aspekte des christlichen Lebens eingeschlossen. 
Die inhaltliche Mitte dieses Briefes ist der Herr Jesus Christus. Getrennt von Ihm gibt es keine wahre Gottseligkeit. 
Vers für Vers wird die aktuelle Botschaft dieses Briefes in der vorliegenden Auslegung erklärt.
 
Verfasser des Briefes
Paulus, der sich im ersten Vers des Briefes nach der Schreibgewohnheit der Antike als Verfasser vorstellt, war ein Jude aus dem Stamme Benjamin (Phil 3, 5). Er stammte aus Tarsus in Zilizien (im Südosten der heutigen Türkei) und besaß von Geburt an das römische Bürgerrecht (Apg 22, 3.28). Bei dem Rabbi Gamaliel genoß er in Jerusalem eine Ausbildung nach den strengen Maßstäben der Pharisäer (Apg 26, 5).
 
Im NT wird Paulus, der damals noch Saulus hieß, zum ersten Mal bei der Steinigung des Stephanus erwähnt (Apg 7, 58). Unmittelbar danach werden seine grausamen Aktivitäten als Verfolger der Versammlung* berichtet, an die er sich in seinen Briefen noch manchmal mit großer Trauer erinnert (Apg 8, 1‑3; 9, 1‑2; 1. Kor 15, 9; Gal 1, 13; 1. Tim 1, 13).

Angebot:

Auf einer Reise nach Damaskus stellte sich ihm der verherrlichte Herr Jesus Christus in den Weg. Saulus bekehrte sich, und Gott, der ihn bereits vom Mutterleib an abgesondert hatte, berief ihn nun dazu, Seinen Sohn unter den heidnischen Nationen zu verkündigen. Unmittelbar nach seiner Errettung predigte er die frohe Botschaft zunächst in den Synagogen der Juden in Damaskus. Da die dortigen Juden ihn umbringen wollten, floh er nach Arabien. Über die drei Jahre, die er dort verbrachte, wird uns nichts mitgeteilt. Danach kam er nach Jerusalem, wo er Petrus kennenlernte (Gal 1, 18).
Auch in Jerusalem trachteten die Juden nach seinem Leben, und er flüchtete über Cäsarea in seine Heimatstadt Tarsus. Dort suchte Barnabas ihn auf, der ihn nach Antiochien holte, wo beide dann einige Zeit gemeinsam im Dienst für den Herrn arbeiteten (Apg 11, 25‑26).
 
*Das griechische Wort ekklesia (Kirche, Gemeinde oder Versammlung) gebe ich durchweg wörtlich mit »Versammlung« wieder.  
 
Angebote

 

In Antiochien begannen Barnabas und Paulus ihre erste größere Missionsreise nach Zypern und Kleinasien (um 46‑48 n. Chr.). Die Stationen dieser Reise waren Salamis, Paphos, Perge, Antio­chien (Pisidien), lkonium, Lystra und Derbe. Hier war auch die Heimat des Timotheus. Auf dem Rückwege besuchten sie fast alle Orte nochmals, bevor sie über Attalia nach Antiochien heimkehr­ten (Apg 13 und 14).
 
Nach einem zweiten Besuch In Jerusalem (Apg 15 und Gal 2) ging Paulus wiederum von Antiochien auf seine nächste Missionsreise (um 48‑52), nun allerdings nicht mehr in Begleitung von Barna­bas, sondern von Silas. Diesmal gelangte Paulus zum ersten Mal nach Europa. Zunächst besuchte er nochmals Derbe und Lystra, wo er den jungen Gläubigen Timotheus fand und als weiteren Begleiter mitnahm. In Europa war die erste Station Philippi, dann folgten Amphipolis, Thessalonich, Beröa, Athen und Korinth. Hier blieb Paulus 18 Monate. Von dort kehrte er über Kenchreä, Ephesus und Cäsarea nach Antiochien zurück (Apg 15, 36 ‑ 18, 22).
Kurz danach trat er seine dritte Missionsreise an (um 53‑57), auf der er zeitweilig auch Lukas als Begleiter hatte. Über Galatien und Phrygien gelangte er nach Ephesus, wo er drei Jahre blieb, von dort nach Mazedonien und Griechenland. Die Rückreise führte ihn wieder über Mazedonien nach Kleinasien und die vorgelagerten griechischen Inseln nach Jerusalem (Apg 18, 23 ‑21, 17).
Hier wurde Paulus kurz nach seiner Ankunft von feindseligen Juden im Tempel ergriffen und von den Römern in Haft genom­men. Nach einer zweijährigen Gefangenschaft in Cäsarea wurde er nach Rom gesandt, weil er sich als römischer Bürger auf den Kaiser berufen hatte. Dort blieb er noch zwei weitere Jahre unter relativ günstigen Verhältnissen gefangen (Apg 21‑28). Aus der Gefangenschaft schrieb er Briefe an die Epheser, Philipper und Kolosser sowie an Philemon. Darin drückt er die Hoffnung auf eine baldige Freilassung aus (Phil 1, 25; 2, 24; Philm 22). Über den weiteren Lebenslauf des Apostels finden wir außer den Mitteilun­gen in den Pastoralbriefen (l. und 2. Timotheus, Titus) im NT keine weiteren Angaben.
In 1. Timotheus 1, 3 erwähnt Paulus nun, daß er Timotheus in Ephesus zurückgelassen habe, während er selbst nach Mazedo­nien gereist sei. Diese Mitteilung kann sich weder auf seinen ersten kurzen Besuch in Ephesus auf der Rückkehr von der zweiten Missionsreise (Apg 18, 19) noch auf seinen zweiten Aufenthalt in dieser Stadt während der dritten Reise beziehen, denn Paulus zog damals zwar weiter nach Mazedonien und Griechenland; aber in Apostelgeschichte 20, 4 wird berichtet, daß Timotheus ihn wieder bis nach Kleinasien zurückbegleitete.
Ein Vergleich des Briefes an die Epheser mit dem ersten Brief an Timotheus zeigt, daß der Zustand der Versammlung zu Ephesus sich verschlechtert hatte (l. Tim 1, 3.6.19; 6, 10.21).
Schließlich erwähnt Paulus im ersten Brief an Timotheus nichts von einer Gefangenschaft (ebenso im Brief an Titus). Im Epheser­brief hatte er diese Tatsache mehrfach genannt (Eph 3, 1; 4, 1; 6, 20). In dem später geschriebenen zweiten Timotheusbrief bezieht Paulus sich wieder sehr häufig auf seine Gefangenschaft (Kap. 1, 8.12.16; 2, 9; 4, 16) und auch auf seinen bevorstehenden Tod (Kap. 4, 6‑7).
Wir dürfen daher wohl annehmen, daß Paulus' Hoffnung auf Befreiung aus der ersten Gefangenschaft sich erfüllt hatte. Er besuchte dann die Versammlung in Ephesus, wo er Timotheus zurückließ, während er selbst nach Mazedonien weiterreiste. Seinem Mitarbeiter Titus teilte er mit, daß er beabsichtigte, einen Winter in Nikopolis zu verbringen (Tit 3, 12). Dann zog er noch einmal nach Troas, wo er seinen Mantel und seine Bücher zurückließ (2. Tim 4, 13), vielleicht auch nach Ephesus (l. Tim 3, 14). Von dort führte ihn sein Weg wohl wieder über Milet und Korinth (2. Tim 4, 20) zu seiner zweiten Gefangennahme, deren Ursache und nähere Umstände uns allerdings nicht mitgeteilt werden.
Der erste Brief an Timotheus ist demnach wohl kurz nach dem in Kapitel 1, 3 erwähnten letzten Besuch des Apostels in Ephesus in der Zeit zwischen den Jahren 63 und 66 geschrieben worden. Auch die Abfassung des Titusbriefes fällt in diese Zeit. Nach seiner erneuten Gefangennahme schrieb Paulus dann als letztes inspi­riertes Zeugnis ‑ wahrscheinlich im Herbst des Jahres 66 ‑ seinen zweiten Brief an Timotheus.  
Empfänger des Briefes
Timotheus war der Sohn eines griechischen Vaters und einer jüdischen Mutter. Sowohl seine Großmutter Lois als auch seine Mutter Eunike hatten ihn von seiner Kindheit mit dem AT, das ja auch die Heilige Schrift der Juden ist, bekanntgemacht (Apg 16, 1; 2. Tim 1, 5; 3, 15). Paulus wurde auf seiner zweiten Missionsreise in der Gegend von Derbe und Lystra (Lykaonien) auf den jungen Gläubigen Timotheus aufmerksam, weil er ein gutes Zeugnis von den Brüdern in Lystra und lkonium hatte (Apg 16, 2). Da Paulus bereits auf seiner ersten Reise (Apg 13‑15) in dieser Gegend evangelisiert hatte ‑ wobei er die Orte Lystra und lkonium zweimal besucht hatte (Apg 14, 1.8.21) ‑, dürfen wir annehmen, daß Timotheus bereits damals die Botschaft vom Kreuz gehört und im Glauben angenommen hatte. Auch die Mutter und die Großmutter des Timotheus kamen zum Glauben.
 
Damit ihm die Abkunft von einem heidnischen Vater im Dienst an den Juden nicht hinderlich wäre, beschnitt Paulus den Timotheus (Apg 16, 3). Mit diesem neuen Begleiter zogen Paulus und Silas nun durch Kleinasien nach Mazedonien. Von Beröa reiste Paulus allein weiter nach Athen. Silas und Timotheus folgten ihm später dorthin (Apg 17, 14; 1. Thess 3, 12). Paulus sandte Timotheus jedoch aus geistlicher Sorge um diese junge Versammlung noch einmal nach Thessalonich zurück (l. Thess 3, 1‑6). Erst in Korinth trafen sie wieder zusammen und schrieben von dort aus den ersten Brief an die Thessalonicher (Apg 18, 5; 1. Thess 1, 1).
Auch auf der dritten Missionsreise begleitete Timotheus den Apostel Paulus. Von Ephesus wurde er dann gemeinsam mit Erastus nach Mazedonien und weiter nach Korinth gesandt, wo er nach Ankunft des ersten Korintherbriefes eintraf (Apg 19, 22; 1. Kor 4, 17; 16, 10).
 
Bei der Abfassung des zweiten Korintherbriefes befand Timotheus sich wieder bei Paulus in Mazedonien (2. Kor 1, 1). Als Paulus nach einem dreimonatigen Aufenthalt in Griechen­land über Mazedonien nach Kleinasien zurückkehrte, wartete Timotheus mit einigen anderen Brüdern in Troas auf ihn (Apg 20, 3‑6). Wahrscheinlich ist er dann aber nicht mit nach Jerusalem gezogen, sondern in Ephesus geblieben, wo er auch später auf Bitten des Apostels gearbeitet hat. Als Paulus gefangengenom­men und nach Rom gebracht worden war, besuchte Timotheus ihn dort. In den Briefen an die Philipper, an die Kolosser und an Philemon wird Timotheus in den einleitenden Grußworten neben Paulus erwähnt. Da Paulus selbst die Möglichkeit eines Besuches versagt war, äußerte er im Philipperbrief die Absicht, Timotheus zu ihnen zu senden. Nannte Paulus ihn am Anfang ihrer Zusam­menarbeit noch »unseren Bruder und Mitarbeiter Gottes in dem Evangelium« (l. Thess 3, 2), so spricht er im ersten Brief an die Korinther von ihm schon als von seinem geliebten und treuen Kind in dem Herrn (l. Kor 4, 17). Die wärmsten und liebevollsten Ausdrücke gebraucht er jedoch in Philipper 2, 19‑22: »Ich hoffe aber in dem Herrn Jesus, Timotheus bald zu euch zu senden, auf daß auch ich gutes Mutes sei, wenn ich eure Umstände weiß. Denn ich habe niemand gleichgesinnt, der von Herzen für das Eure besorgt sein wird; denn alle suchen das Ihrige, nicht das, was Jesu Christi ist. Ihr kennet aber seine Bewährung, daß er, wie ein Kind dem Vater, mit mir gedient hat an dem Evangelium. Diesen nun hoffe ich sofort zu euch zu senden, wenn ich gesehen haben werde, wie es um mich steht.«
Dieser junge und schüchterne, aber treue Diener des Herrn und Mitarbeiter des Apostels Paulus war einer der wenigen, die auch dann noch fest an seiner Seite standen, als viele sich eines gefangenen Paulus schämten und sich von ihm abwandten. Als Paulus nach seiner Freilassung noch einmal einige seiner früheren Wirkungsstätten besuchte, konnte er Timotheus vertrauensvoll in Ephesus zurücklassen. In der Hoffnung, bald zu ihm zu kommen, aber ahnend, daß der Herr einen anderen Weg für ihn ersehen hatte, schrieb er Timotheus seinen ersten Brief. 
 
Kapitel 1 - Gesetz und Gnade
Vers 1‑2:       Paulus, Apostel Christi Jesu nach Befehl Gottes, unseres Heilandes, und Christi Jesu, unserer Hoffnung, Timo­theus, (meinem) echten Kinde im Glauben: Gnade, Barmherzigkeit, Frieden von Gott, (dem) Vater, und Christo Jesu, unserem Herrn!*
 
In der Zeit, in der das NT geschrieben wurde, herrschte die Gewohnheit, daß der Absender eines Briefes seinen eigenen Namen zuerst nannte und dann dem Empfänger des Briefes seinen Gruß entbot (vgl. hierzu den Brief des römischen Obersten von Jerusalem an den Landpfleger Felix in Apg 23, 26‑30).
Wie in den Briefen an die Korinther, Galater, Epheser, Kolosser und an Titus stellt Paulus sich hier als Apostel vor. Er war ein Gesandter (griech. apostolos) Christi Jesu. Während Seines Er­denlebens hatte der Herr Jesus zwölf Apostel auserwählt und ausgesandt. Zwischen Seiner Auferstehung und Himmelfahrt hatte Er Seinen Sendungsbefehl an sie wiederholt (Mt 28 und Mk 16).
 
Die Aussendung der zwölf Apostel war also eine irdische, weil sie von dem Herrn Jesus auf der Erde vorgenommen worden war. Dies kam auch in dem Auftrag, den Er ihnen erteilte, zum Ausdruck. Paulus dagegen war von dem verherrlichten, zur Rechten Gottes im Himmel thronenden Christus berufen und ausgesandt worden. Dieser Unterschied ist sehr wichtig. Zwar richtete Paulus seinen Dienst nach dem Befehl des ewigen Gottes ebenso an alle Nationen wie die anderen Apostel des Herrn (vgl. Röm 16, 26 mit Mt 28, 19). Aber während diese von dem Herrn beauftragt worden waren, alle Nationen zu Jüngern zu machen, indem sie sie tauften und lehrten, hatte Paulus von Anfang an einen anderen Dienst empfangen. Der verherrlichte Mensch Christus Jesus offenbarte sich ihm als das Haupt Seines Leibes, der Versammlung.
 
*Die eingeklammerten Worte stehen nicht im griechischen Text.
 
Er offenbarte ihm dadurch ein Geheimnis, das in allen vorigen Zeitaltern verborgen war. Dieses Geheimnis bildete das Hauptthema der Predigt des Apostels Paulus (siehe Gal 1, 11‑2, 10; Röm 16, 25‑26; Eph 3, 2‑11; 5, 32; Kol 1, 25‑27; 2, 2‑3). Der Unterschied zwischen dem Dienst des Apostels Paulus und dem der übrigen Apostel kommt schon in den Namen des Herrn in den verschiedenen Briefen zum Ausdruck. Nach dem neuesten Stand der Textforschung nennt Paulus sich in den Briefen, in denen er sich als Apostel vorstellt, mit zwei Ausnah­men (Gal 1, 1; Tit 1, 1) immer Apostel Christi Jesu (l. Kor 1, 1; 2. Kor 1, 1; Eph 1, 1; Kol 1, 1; 1. Tim 1, 1; 2. Tim 1, 1), während Petrus in seinen beiden Briefen schreibt: »Apostel Jesu Christi«. Der Titel Christus spricht von der Erhöhung Dessen, der alle Ratschlüsse Gottes erfüllt (Apg 2, 34‑36), während der Name Jesus dem Sohn Gottes in Seiner Erniedrigung als Mensch gege­ben wurde. Wenn beide Bezeichnungen zusammen verwendet werden, zeigt die Voranstellung, worauf der Nachdruck oder die Betonung gelegt wird.
 
Paulus war also ein Abgesandter des verherrlichten Sohnes des Menschen, der das Geheimnis der Einheit Christi, des Hauptes im Himmel, mit Seinem Leibe, der Versammlung, verkünden sollte. Aber er war auch Apostel »nach Befehl Gottes, unseres Heilan­des, und Christi Jesu, unserer Hoffnung«. Er war Apostel nicht nur durch Gottes Willen (l. Kor 1, 1; 2. Kor 1, 1; Eph 1, 1; Kol 1, 1; 2. Tim 1, 1), sondern nach Seinem ausdrücklichen Befehl. Dieser Befehl Gottes betraf nicht nur sein Apostelamt, auch die Predigt war ihm gemäß Titus 1, 3 »nach Befehl unseres Heilandes­ Gottes« anvertraut worden. »Denn wenn ich das Evangelium verkündige, so habe ich keinen Ruhm, denn eine Notwendigkeit liegt mir auf; denn wehe mir, wenn ich das Evangelium nicht verkündigte! Denn wenn ich dies freiwillig tue, so habe ich Lohn, wenn aber unfreiwillig, so bin ich mit einer Verwaltung betraut« (l. Kor 9, 16‑17).
Der Ausdruck »Gott, unser Heiland« kommt in dieser oder ähnlicher Form nur im ersten Brief an Timotheus und im Titus­brief vor (l. Tim 1, 1; 2, 3; Tit 1, 3; 2, 10.13; 3, 4; vgl. Lk 1, 47). Er zeigt, in welcher Beziehung Gott jetzt zu der ganzen Menschheit steht. Seit der »Erscheinung unseres Heilandes Jesus Christus, welcher den Tod zunichte gemacht, aber Leben und Unverweslichkeit ans Licht gebracht hat durch das Evangelium« (2. Tim 1, 10) bietet Gott als Heiland‑Gott das Heil allen Menschen an, weil Er selbst alles dazu Notwendige getan hat. Durch das Kommen Christi auf die Erde und durch Sein Sühnungswerk am Kreuz wurde erwiesen, daß die Liebe Gottes die Größe der Sünde und Feindschaft einer verlorenen Menschheit bei weitem übersteigt. Aber diese Liebe geht auch über die göttlichen Gesetze und menschlichen Verordnungen des Judentums hinaus. Erst nach­dem an dem Beispiel Israels offenbar geworden war, daß die Menschen von sich aus den heiligen Ansprüchen Gottes nicht gerecht werden können, war der Weg frei für die vollkommene Offenbarung der Gnade Gottes im Blick auf alle Menschen. Bis dahin bestand die »Zwischenwand der Umzäunung«, die Juden und Heiden voneinander trennte.
 
Durch den Tod Christi wurde einerseits die besondere Beziehung Gottes mit Israel zeitweilig unterbrochen, andererseits aber die Tür der Gnade für alle Nationen geöffnet. Wie zwischen den Menschen bezüglich ihres totalen Verderbens kein Unterschied besteht, so auch bezüglich der Gnade und der Versöhnung für alle, die an den Herrn Je­sus glauben. Die nationale Auserwählung Israels als Volk Got­tes konnte den Eindruck erwecken, als sei Er nur der Gott eines einzigen Volkes. Aber die ungefähr 1500 Jahre dauernde Periode der Gültigkeit des Gesetzes vom Sinai für das Volk Israel machte nur eines deutlich: auch ein von Gott auserwähltes und umsorgtes Volk ist von Natur aus unwillig und unfähig, Sei­nen Willen zu tun. Auch die Sendung vieler Propheten an das irdische Volk Gottes führte keine Änderung herbei. Gottes Ur­teil lautet: »Aus Gesetzeswerken wird kein Fleisch vor ihm gerechtfertigt werden; denn durch Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde« (Röm 3, 20). Nun sandte Gott Seinen geliebten Sohn und offenbarte durch das Evangelium der Gnade, wer Er ist: ein »Heiland‑Gott, welcher will, daß alle Menschen errettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen« (l. Tim 2, 3‑4). .
 
Auch Timotheus sollte Gott immer als unseren Heiland vor Augen haben, damit er ein weites und freudiges Herz behielt, wenn er in oft mühsamer Weise für einzelne Seelen und die Versammlung als Ganzes Sorge trug. Dieses Bewußtsein ist nicht nur für die Evangelisten, sondern auch für die Hirten und Lehrer  in der Versammlung Gottes sehr wichtig. Wo es fehlt, besteht die Gefahr, daß der Dienst in der Versammlung verengt und dürre wird.
Ist Gott als Heiland die einzige Rettung für eine verlorene Welt, so ist Christus Jesus unsere einzige Hoffnung. Er ist nicht nur die Hoffnung für Hoffnungslose (vgl. Eph 2, 12; Röm 15, 12), sondern auch für den Glaubenden. In Römer 8, 24 heißt es: »Denn in Hoffnung sind wir errettet worden«. Wer durch den Glauben an das Evangelium die Errettung seiner Seele empfangen hat, ist einsgemacht mit seinem Erretter Jesus Christus. Aber obwohl dieser in dem Glaubenden wohnt, wird Er doch die »Hoffnung der Herrlichkeit« genannt (Kol 1, 27). Das volle Ausmaß der Ergeb­nisse des Erlösungswerkes wird dem Gläubigen erst zuteil, wenn der Herr Jesus wiederkommen wird, um alle Seine Erlösten ins Vaterhaus zu führen.
 
Die Hoffnung des Christen konzentriert sich jedoch nicht auf Dinge oder Ereignisse, sondern auf die Person Jesu Christi. Er wartet auf Ihn (Phil 3, 20; 1. Thess 1, 10). Diese christliche Hoffnung ist keine unbestimmte und ungewisse Erwar­tung, sondern eine gute, glückselige und lebendige Hoffnung (2. Thess 2, 16; Tit 2, 13; 1. Petr 1, 3), die aufgehoben ist in den Himmeln und den Hoffenden nicht beschämt (Kol 1, 5; Röm 5,5). Sie ist eine feste, unumstößliche Tatsache, die nur deshalb, weil sie noch zukünftig ist, Hoffnung genannt wird.
Paulus nennt Timotheus hier sein echtes Kind im Glauben. Auch im zweiten Brief nennt er ihn zweimal sein Kind (2. Tim 1, 2; 2, 1), und außerdem noch in 1. Korinther 4, 17 und Philipper 2, 22. Titus bezeichnet er ebenfalls so (Tit 1, 4), ohne daß er damit, wie zum Beispiel bei Onesimus (Philm 10), zwangsläufig meint, daß diese Personen durch ihn zur neuen Geburt geführt worden seien (vgl. 1. Kor 4, 15; Gal 4, 19). Obwohl das Wort »Kind« (griech. teknon) in erster Linie auf die Abstammung, auch in geistlicher Hinsicht, hinweist, bringt Paulus als der ältere hier in besonderer Weise seine innige Zuneigung zu dem noch jungen Timotheus zum Ausdruck.
Er wünscht ihm »Gnade, Barmherzigkeit, Frieden von Gott, dem Vater, und Christo Jesu, unserem Herrn«.
Gnade ist Liebe, die unverdientermaßen erwiesen wird. Nur Gott, der selbst Liebe ist, ist zu unumschränkter Gnade fähig. Er beweist sie Verlorenen, Er stellt die Erlösten in sie hinein, und Er möchte, daß sie in diesem Bewußtsein der Gnade leben. Da sie den Gläubigen im täglichen Leben so oft mangelt, steht sie hier an erster Stelle.
Friede mit Gott ist das Ergebnis der Rechtfertigung aus Glauben. Aber neben diesem Frieden des Gewissens schenkt Gott den Seinen, die alle ihre Sorgen auf Ihn werfen, Seinen Frieden, den Frieden des Herzens (Phil 4, 7). Er ist die unbedingte Vorausset­zung, wenn möglich, soviel an uns liegt, mit allen Menschen in Frieden zu leben (Röm 12, 18; 1. Thess 5, 13). Auch den Frieden wünscht Paulus daher seinem geliebten Timotheus.
Barmherzigkeit schließlich ist eine besondere Form der Liebe und Gnade, die einer Bewegung des Gemütes entspringt und durch das Elend der Menschen hervorgerufen wird (Hebr 4, 15.16). Der einzelne Christ, so hoch er auch durch den Herrn Jesus erhoben worden ist, befindet sich doch auf Erden in einem Zustand der Schwachheit. Daher braucht er immer wieder diese Barmherzig­keit. Die Versammlung Gottes wird jedoch als Gegenstand der Ratschlüsse Gottes und der Liebe Christi nicht so gesehen. Deshalb wird die Barmherzigkeit in den an Versammlungen gerichteten Briefen bei den Grußworten nicht erwähnt.
In Vers 2 nennt Paulus Gott nicht mehr unseren Heiland, sondern unseren Vater. Dadurch erinnert er Timotheus an die wunderbare Stellung der Kindschaft der Gläubigen. Nur dieses eine Mal kommt der Name »Vater« in diesem Brief vor, der ja in erster Linie nicht die Gnade und den Ratschluß des Vaters, sondern die Verantwortung der Gläubigen im Hause Gottes (Kap. 3, 15) zum Thema hat. Das kommt in den folgenden Worten wieder zum Ausdruck. Christus Jesus ist hier nicht unsere Hoffnung, sondern unser Herr. In diesem Titel kommt Seine Autorität zum Aus­druck, die jeder wahre Christ willig anerkennt (Röm 10, 9). Obwohl Er als Schöpfer aller Dinge von jeher die Macht über Seine Geschöpfe besaß, hat Er doch durch Seine Erniedrigung und Seinen Tod sich diese Herrschaft auch als Mensch erworben (Apg 2,36). Wenn dies auch jetzt nur von denen anerkannt wird, die an Ihn glauben, so kommt doch der Augenblick, da jedes Knie sich vor Ihm beugen und jede Zunge bekennen wird, daß Jesus Christus Herr ist, zur Verherrlichung Gottes des Vaters (Phil 2, 10‑11).  ,. 1
 
Verse 3‑4:     So wie ich dich bat, als ich nach Mazedonien reiste, in Ephesus zu bleiben, auf daß du etlichen gebötest, nicht andere (Lehren) zu lehren, noch mit Fabeln und endlosen Geschlechtsregistern sich abzugeben, die mehr Streitfragen hervorbringen, als (die) Verwaltung Gottes (fördern), die im Glauben (ist) ...
 
Bevor Paulus nach Mazedonien abgereist war, hatte er Timotheus noch den Auftrag gegeben, in Ephesus zu bleiben, um dort mit wachsamem Auge auf die fremden Lehren etlicher Personen zu achten. Die Fülle seiner Gedanken reiht er mit manchen Einschüben und Anhängseln einfach nebeneinander, so daß die folgenden Verse sprachlich kaum miteinander verbunden zu sein scheinen. Aber Timotheus hat sie gewiß richtig verstanden, und so können wir es auch. Das Wort für »bitten« (griech. parakaleö) wird an anderen Stellen unter anderem mit »ermuntern« (2. Kor 2, 7), »zureden« (l. Kor 16, 12), meistens jedoch mit »trösten« (2. Kor. 1, 4 usw.) oder »ermahnen« (l. Tim 2, 1; 5, 1; 6, 2 usw.) wiedergegeben. Paulus hatte sich also Mühe geben müssen, Timotheus in Ephesus zu halten. Ephesus war die Hauptstadt der römischen Provinz Asien und ein Zentrum des Götzendienstes. Paulus war nach dem Bericht des Lukas zweimal in dieser Stadt, einmal zu einem sehr kurzen Besuch (Apg 18, 19), das zweite Mal blieb er dort nach seinen eigenen Worten drei Jahre (Apg 20, 31; vgl. 19, 8.10).
 
Wohl in keiner anderen Stadt hat der Apostel so intensiv und lange gewirkt wie in Ephesus. Vor seiner Gefangen­nahme in Jerusalem ließ er auf seiner letzten Reise in Freiheit noch einmal die Ältesten oder Aufseher der Versammlung in Ephesus nach Milet kommen und hielt ihnen eine ernste und ergreifende Abschiedsrede (Apg 20, 17‑38). Aus seiner Gefan­genschaft in Rom schrieb er an diese Versammlung einen Brief, in dem der Heilige Geist den ganzen Ratschluß Gottes für den einzelnen Gläubigen und die Versammlung als Ganzes, sowie die höchsten geistlichen Segnungen offenbart. Auch der erste Brief an Timotheus, der die Anweisungen über das praktische Verhalten im Hause Gottes enthält, ist nach Ephesus gerichtet. Schließlich sehen wir im ersten der sieben Sendschreiben in Offenbarung 2‑3, daß die Versammlung in Ephesus ihre erste Liebe verlassen hat. Die Versammlung in Ephesus nimmt also im NT einen besonderen Platz ein, und man kann wohl sagen, daß der Heilige Geist sie stellvertretend als ein Bild der ganzen Versammlung Gottes auf Erden darstellt, die trotz aller Gnade, Segnung und Fürsorge Gottes großenteils ihre herrliche Stellung verleugnet und ihre praktische Verwirklichung aufgegeben hat.
 
In dieser Stadt Ephesus sollte Timotheus nun bleiben. Der Auftrag des Apostels an ihn lautet: »Auf daß du etlichen gebötest, nicht andere Lehren zu lehren, noch mit Fabeln und endlosen Geschlechtsregistern sich abzugeben«. Fünfmal gebraucht Paulus in diesem Brief dieses Wort »gebieten« (griech. parangellö). Immer hat es Bezug auf den christlichen Wandel, und immer ist es der Ausdruck der gebieterischen Autorität einer Respektsperson (vgl. Kap 4, 11; 5, 7; 6, 13. 17). In diesem Fall richtete es sich an »etliche«, die andere Lehren einführen wollten. Insgesamt sechs­mal wird dieses Wort »etliche« (griech. tines) im Zusammenhang mit dem Abirren vom rechten Glauben erwähnt (Kap. 1, 3.6.19; Kap. 4, 1; 6, 10.21)1. Die Worte »andere (Lehren) zu lehren« sind die Übersetzung eines einzigen griechischen Wortes (heterodidas­kaleö), das auch in Kapitel 6, 3 vorkommt, wo es mit »anders lehren« wiedergegeben wird. Es handelte sich dabei um fremdarti­ge Lehren und Lehrweisen auf christlichem Gebiet, die im folgen­den näher erläutert werden. Es waren keine Lehren von irgend­welchen falschen Religionen, die eingeführt werden sollten, son­dern solche, die als christlich hingestellt wurden, aber der wahren Lehre, dem »Bild gesunder Worte« (2. Tim 1, 13) genau entgegen­gesetzt waren.
Die Quellen dieser vermeintlichen höheren ‑ in Wirklichkeit aber falschen ‑ Erkenntnisse waren Fabeln (griech. mythos) und endlose Geschlechtsregister. Wir lesen später noch von ungöttli­chen und altweibischen Fabeln (Kap. 4, 7; vgl. 2. Tim 4, 4) und in Titus 1, 14 von jüdischen Fabeln und Geboten von Menschen. Titus erwähnt auch die Geschlechtsregister im Zusammenhang mit törichten Streitfragen, Zänkereien und Streitigkeiten über das Gesetz (Tit 3, 9). Da im folgenden (Vers 6) auch hier von Gesetzlehrern die Rede ist, ist es wohl nicht erforderlich, in den Fabeln und Geschlechtsregistern eine Anspielung auf heidnische Mythologie und gnostische Spekulation zu sehen.
 
*Hier sind es noch »etliche«, das heißt einige wenige, während der Apostel im zweiten Brief schreiben muß: »die Menschen« (Kap. 3, 2; vgl. auch 1, 15; 2, 17.18; 4, 3‑4).
 
Vielmehr wird der Apostel sich auf jüdische Elemente wie rabbinische Legenden und der jüdischen Tradition entnommene Geschlechtsregister, nicht aber auf gnostische Äonenreihen beziehen. Die gnostischen Einflüsse, die manche Ausleger in diesen Dingen sehen möchten, machten sich in der Christenheit eigentlich erst einige Jahrzehnte später bemerkbar, obwohl ihre Anfänge schon zu erkennen waren (vgl. Kap. 4, 1‑5).
In diesen Sonderlehren lag und liegt eine große Gefahr für die Christen. Sie geben Anlaß zu Fragen, Erörterungen und Diskus­sionen, aber keine Glaubensgewißheit. Das Abweichen von dem geschriebenen Wort Gottes hat für viele einen gefährlichen Reiz. Es erscheint interessant und regt die Phantasie an. Aber es führt schließlich zu Streitfragen, bei denen keine Partei mit Gewißheit behaupten kann, daß sie recht hat. Das ist auch heute noch so, wenn Gläubige meinen, Dinge lehren zu müssen, die weitergehen als das Wort Gottes. Man steht dann auf schwankendem, unsiche­rem Boden, und das Ergebnis sind nur Streitigkeiten. Die Verwal­tung Gottes, die im Glauben ist, wird dadurch jedoch nicht gefördert. Die Herzen der Gläubigen werden nicht auferbaut, und Gott wird nicht verherrlicht. Das Gewissen wird dadurch über­haupt nicht erreicht. Gerade das ist jedoch für den Wandel im Glauben unabdingbare Voraussetzung (vgl. Kap. 1, 5. 19; 3, 9). Das Wort »Verwaltung« (griech. oikonomia) im NT besagt, daß Gott den Menschen bestimmte Aufgaben und Verantwortungen übertragen hat, die sie zu erfüllen haben. Ganz allgemein spricht schon der Herr im Gleichnis von einem untreuen Verwalter, der seiner Verwaltung enthoben werden soll (Luk 16, 2ff). Die christliche Wahrheit, die Gott in Seiner Gnade geoffenbart hat, wurde in ganz besonderer Weise dem Apostel Paulus, aber auch den übrigen Dienern des Herrn zur Verwaltung anvertraut (vgl. 1. Kor 4, 1‑2; 1. Petr 4,10). Paulus schreibt den Korinthern, daß die Verkündigung des Evangeliums ihm als eine Verwaltung anver­traut war (l. Kor 9, 17). Im Brief an die Epheser spricht er von der Verwaltung der Gnade Gottes (Eph 3, 2), die ihm übertragen war, und von der Verwaltung des Geheimnisses der Versammlung (Eph 3, 9). Im Brief an die Kolosser lesen wir, daß Paulus nach der Verwaltung Gottes ein Diener der Versammlung geworden war, um das Wort Gottes zu vollenden (Kol 1, 25). Das, was Paulus durch Offenbarung empfangen und in seiner Verkündigung wei­tergegeben hatte, mußte jetzt von den anderen im Glauben bewahrt werden (l. Kor 2, 10. 13; Gal 1, 11. 12; Eph 3, 3‑5, 8‑9; 1. Tim 6, 20; 2. Tim 1, 13‑14). Es ist die Verwaltung Gottes, die im Glauben ist.
 
Vers 5:           Das Endziel des Gebotes aber ist: Liebe aus reinem Herzen und gutem Gewissen und ungeheucheltem Glauben.

gebraucht

Bestell-Nr.: BN1334 Autor/in: A. Remmers Titel: 1. Timotheusbrief, In Gottseligkeit leben Format: 21x14cm Seiten: 151 Gewicht: 310 g Verlag: csv verlag Erschienen: 1986 Einband: Hardcover Zustand: leichte Gebrauchsspuren

Neue Bewertung

Bitte anmelden oder registrieren um Bewertung zu verfassen


Verfügbarkeit: noch 1 Exemplar

Ähnliche Produkte

Wie man sich verhalten soll im Hause Gottes, Der erste Brief an Timotheus

Wie man sich verhalten soll im Hause Gottes, Der erste Brief an Timotheus

Angebot: var csid = 'cs' + Math.round((Math.random(..

4,97€ inkl. MwSt., ggf. zzgl. Versandkosten

Lieber Timotheus - Briefe der Bibel neu entdeckt, Wolfgang Reuter

Lieber Timotheus - Briefe der Bibel neu entdeckt, Wolfgang Reuter

Wolfgang Reuter - Lieber Timotheus! Die Briefe der Bibel neu..

2,90€ inkl. MwSt., ggf. zzgl. Versandkosten

Der Schock deines Lebens - Are you ready? Adrian Holloway

Der Schock deines Lebens - Are you ready? Adrian Holloway

Tag an dem man stirbt, irgendwie gespenstisch ist und irgend..

3,30€ inkl. MwSt., ggf. zzgl. Versandkosten