Kommentar zur Bibel 3, Jesaja - Maleachi, Donald Guthrie, J Alec Motyer

  • Kommentar zur Bibel 3, Jesaja - Maleachi, Donald Guthrie, J Alec Motyer

span style="color:#FF0000;">gebraucht
Bestell-Nr.: BN9456-1
Autor/in:    Donald Guthrie; J Alec Motyer
Titel:    Brockhaus Kommentar zur Bibel 3, Jesaja - Maleachi
Preis:    4,50 €
ISBN:    9783417245783 (früher: 3417245788)
Format:    22,5 x 15,5 cm
Seiten:    280
Gewicht:    555 g
Verlag:    R. Brockhaus
Erschienen:    1982
Einband:    Leinen
Sprache:    Deutsch
Zustand:    leichte Gebrauchsspuren
Kurzinfo:
Jesaja lebte in einer entscheidenden Periode der Geschichte seines Volkes, der 2.Hälfte des 8.JH v.Chr., in der die Schriftpropheten auftraten. Mit dem Tod des Königs Usia im Jahr 740 v.Chr. geht eine lange, friedliche Periode zu Ende. Im Jahr 735 bekam Jerusalem die ersten Auswirkungen der assyrischen Expansion zu fühlen.

Jesaja
Der geschichtliche Zusammenhang
Jesaja lebte in einer entscheidenden Periode der Geschichte seines Volkes, der 2. Hälfte des 8. Jh. v. Chr., in der die Schriftpropheten auftraten (Amos, Hosea, Micha und Jesaja selbst) und mit dem Fall des Nordreichs der größte Teil Israels unterging.
Mit dem Tod des Königs Usia (6,1) im Jahre 740 v. Chr. geht eine lange, friedliche Periode zu Ende. Judo und das Nordreich Israel waren 50 Jahre lang von größeren Angriffen verschont geblieben. Sehr bald bleibt davon nur noch Erinnerung. Der Rest des Jahrhunderts wird von den eroberungswütigen Königen Assyriens beherrscht: Tiglath-Pileser III. (745-727), Sargon Il. (722-705) und Sanherib (705-681.). Sie wollten ein Großreich aufbauen. Um das zu erreichen, entwurzelten und verpflanzten sie ganze Mölken. Jedes Anzeichen einer Rebellion bestraften sie schnell und grausam.
Im Jahre 735 bekam Jerusalem die ersten Auswirkungen der assyrischen Expansion zu fühlen, als die Armeen Israels und Syriens heranzogen, um König Ahas zu zwingen, sich ihrem anti-assyrischer. Bündnis anzuschließen. Jesajas Konfrontation mit Ahas (Kap. 7) zeigt, worum es in dieser Lage wirklich ging: um die Wahl zwischen einem vertrauensvollen Glauben und dem verzweifelten Versuch, sich durch Bündnisse zu retten. Die Entscheidung des Königs, nicht auf Gott, sondern auf Assyrien zu setzen, führte den Propheten dazu, den König und seinesgleichen abzulehnen und die Prophetie vom vollkommenen König, Immanuel, auszusprechen, der aus dem abgeschlagenen Stamm des davidischen Herrscherhauses sprossen würde.
Israel bezahlte seine Auflehnung mit dem Verlust der nördlichen Regionen (Galiläa: 8,23) um das Jahr 734 und mit dem Verlust seiner Unabhängigkeit im Jahre 722. Juda grenzte jetzt nicht mehr an Israel, sondern an eine Provinz des assyrischen Großreiches (2Kön 17,24ff) und hatte wenig Grund zu einer nationalistischen Politik.
Aber Alias' Nachfolger Hliskia war ein Hitzkopf, in, dem teils Glaube teils Ungeduld
i nationalistische Flamme innrer wieder lodern ließen (zu seinen Lebensdaten s. 2Kön 18,1I). Jesaja gab sich große Mühe, ihn aus In
trigen gegen Assyrien herauszuhalten (s. Komm. zu 14,2ß-32; 18,1-7; 20,1-6). Dieser Kampf erreichte seinen Höhepunkt in einer erbitterten Auseinandersetzung zwischen dem Prophetenn und einer pro-ägyptischen Partei am Hofe, die in den Kap. 28-31 vorausgesetzt wird. Die Folge war Hiskias Auflehnung gegen Assyrien (Kap. 36 u. 37), die König Sanherib mit einem Feldzug gegen Jerusalem beantwortete (701 v. Chr.). Trotz der wunderbaren Rettung blieb das kleine Königreich Juda schwach und hilflos.
Wenn Jesaja zu den Entscheidungen des Fliskia Stellung nimmt, darin nicht als Politiker; er sieht immer weiter als in die unmittelbare Zukunft. Sein letztes Zusammentreffen mit Hiskia macht den Unterschied zwischen diesen beiden Männern des Glaubens deutlich. In 39,5-7 schaut Jesaja weit voraus auf die babylonische Gefangenschaft, diee die Folgee des Ungehorsams des Königs ist. Des Königs Reaktion ist Erleichterung. »Es wird doch Friede und Sicherheit sein, solange ich lebe.« Es fällt auf, mit welcher Überlegenheit der Prophet in seinem Bericht auf den beschränkten Horizont des Königs herabblickt.
Im zweiten Teil des Buches, den Kapiteln 40-55, taucht der Name Cyrus auf (44,28; 45,1). Damit sind wir im 6..Iahrhundert. Cyrus, der König von Ansan in Südpersien, hatte um 550 v. Chr. das medische Großreich unterworfen und dann Lydien, das den größten feil Kleinasiens umfaßte, im Jahre 547. Damit hatte er gegenüber dem Neubabylonischen Großreich (im dem die Juden schon vor dem Fall Jerusalems im Jahre 587 lebten) eine beherrschende Position. Das babylonische Reich war schwach und uneinig. Der König, Nabonid, war nicht in der Hauptstadt (wo ihn sein Sohn Belsazer vertrat) und war mit den Priestern zerstritten. 539 besiegte Cyrus die babylonische Armee in offener Feldschlacht. Die Stadt Babylon leistete keinen Widerstand mehr. So wie Gott es in Jes 44,28 vorhergesagt hatte, repatriierte er die Juden wie auch andere unterworfene Völker und wies sie an, ihren Tempel wieder aufzubauen (Esc 1,2-4; 6,2 -5). Die von ihm selbst stammende Inschrift auf dem »Cyrus-Zylinder« (Abb. Welt der Bibel S. 55) zeigt, daß dies seinen politischen Grundsätzen entsprach. Es ging ihm darum, die Unterstützung der Götter

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  • Artikelnr. 10-BN9456-1

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