Die Naturwissenschaften kennen keine Evolution, A.E. Wilder-Smith

  • Die Naturwissenschaften kennen keine Evolution, A.E. Wilder-Smith
Kurzinfo: Aus dem Vorwort

 

Der Nobelpreisträger Jacques Monod sagte am 14. Februar 1975 in Zürich, dass heute niemand mehr an der Evolution zweifle. Jedermann gebe zu, dass sie stattgefunden habe'. Wenn nun Monod damit zum Ausdruck bringen wollte, dass jedes einzelne Lebewesen (Pflanze, Tier, Mensch) sich aus nicht-lebender Materie ontogenetisch entwickelt habe, dann mag er völlig recht gehabt haben.
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Wenn er aber meinte, was wahrscheinlich der Fall war, dass der Mensch mit allen Tieren und Pflanzen gemeinsame Vorfahren aufweise - d. h. dass Transformismus, die Verwandlung einer Spezies in eine andere höhere, stattgefunden habe - dann werden eine Reihe hochqualifizierter Biologen protestieren. Denn im Laufe der letzten Jahre sind eine Anzahl meist junger Fachleute zu der Überzeugung gekommen, dass die Biogenese, die Entstehung des Lebens, nicht monophylogenetisch (alles, was lebt, stammt aus einer Urzelle), sondern polyphylogenetisch (aus vielen Quellen) zu verstehen ist. Es gibt also heute informierte Fachleute, die nicht mehr glauben, dass alle Spezies durch Transformismus einer Urzelle entstammen. Sie glauben an keinen gemeinsamen biologischen Stammbaum für alle Spezies, der eine einzige Wurzel für alle Lebensformen besitzt. Eher vertreten sie die Ansicht, dass das Leben wie ein Feld aussieht, auf dem viele Organismen nebeneinander gedeihen, die aber nicht notwendigerweise phylogenetisch miteinander gekoppelt sind.
Unter den Professoren, die den alten neodarwinschen Transformismus aufgegeben haben, befindet sich G. A. Kerkut, Professor of Physiology and Biochemistry, University of Southhampton, England. Professor Kerkut schreibt: Der Versuch, alle Lebensformen als die Produkte einer Evolution aus einer einzigen Quelle zu erklären, ist ein mutiger und ein zu rechtfertigender Versuch, etwas zu unternehmen, der aber leider verfrüht und auch experimentell anhand der heutigen Evidenz nicht gerechtfertigt ist.» Kerkut fügt hinzu, dass er persönlich nie behaupten würde, Evolution sei «ohne vernünftige Gegenrede bewiesen worden»'. Er bekennt, dass ihn der Dogmatismus der Evolutionslehre in vielen naturwissenschaftlichen Kreisen deprimiere.
 
1 Jacques Monod: L'wolution microscopique. Vortrag (Zürich, 14. 2. 1975, Tonaufzeichnung). 2 G. A. Kerkut: Implications of Evolution. Pergamon Press (Oxford 1965) S. VII, VIII.
 
Kerkut ist einer der Naturwissenschaftler in den USA, Europa und England, die in bezug auf die Evolutionstheorie «unterwegs» sind. Sie akzeptieren die alten biogenetischen Dogmen über Evolution nicht mehr. Sie stellen sie ins Licht der neuen Erkenntnisse der Informationstheorie und Molekularbiologie. An ihnen überprüfen sie die alten Lehren. Hochqualifizierte Akademiker und Hochschulprofessoren namhafter Universitäten der angelsächsischen Welt und Europas glauben heute nicht mehr an einen Transformismus alten neodarwinschen Stils, wonach eine Urzelle sich ausschliesslich unter dem Druck des Zufalls und der natürlichen Auslese in alle Spezies der heutigen Biologie verwandelt haben soll. Heute ist es klar, dass die Behauptung, nur Uninformierte lehnten die neodarwinschen Theorien ab, unsachlich ist. Zweifelnde Akademiker als Nichtinformierte zu bezeichnen, stellt einen Emotionsausbruch dar. Mit solchen Ausbrüchen verteidigte man vor vielen Jahren die Phlogistontheorie, die damals von fast sämtlichen «Informierten» akzeptiert wurde.
Es gibt vom praktischen Standpunkt aus zwei Methoden, die Evolutionstheorie zu prüfen:
1. Man prüft sie theoretisch, mit Hilfe der uns bekannten Naturgesetze, um festzustellen, ob eine spontane Biogenese aus nicht-lebenden anorganischen Molekülen theoretisch möglich wäre. Pasteurs Arbeiten über spontane Biogenese, die einwandfrei negativ ausfielen, waren natürlich praktischer Art. Wenn heute ein Experiment nicht gelingt, warum soll es unter den gleichen experimentellen Bedingungen in der Vergangenheit gelungen sein? Die Eigenschaften der Materie und der Energie sind heute und damals doch gleich geblieben. Pasteurs Arbeiten waren rein experimentell, was natürlich Vorteile aufweist - man kann sie beliebig wiederholen. Immer fallen solche Versuche negativ aus. Man kann aber auch rein theoretisch arbeiten, um festzustellen, ob eine spontane Biogenese theoretisch möglich wäre. In den folgenden Kapiteln werden wir unter anderem diesen zweiten Weg einschlagen. Die praktischen Versuche Pasteurs haben längst praktisch bewiesen, dass spontane Biogenese auch unter den günstigsten Bedingungen nicht stattfindet. Jede Konservenfabrik beweist jeden Tag das gleiche, so dass wir diesen schon ausgefahrenen Weg nicht mehr einschlagen wollen.
2. Man kann die biologischen Organismen vergangener Zeitalter (in Fossilform) und die heute lebenden Organismen auf Spuren von Transformismus hin untersuchen. Wenn Transformismus den biologischen Tatsachen entspricht, sollten die geologischen Formationen voll von biologischen
Inhalt

Vorwort 7
Kapitel 1: Evolution als naturwissenschaftliche Scheintatsache
1. Was heisst «Evolution»? 13
2. Allgemeines 14
3. Evolution ohne Know-how 15
4. Zwei wissenschaftliche Hauptschwierigkeiten der Evolutionstheorie 17
Kapitel 2: Urzeugung (Biogenese) durch Zufall? I. Die Entstehung der Bausteine
des Lebens
1. Die Entstehung der Bausteine chemisch gesehen 21
2. Spontane Biogenese in den Urozeanen? 23
3. Die Eigenschaften der Bausteine des Lebens: die Aminosäuren und ihre Chiralität
25
4. Die Erklärung des Ursprungs der für die Biogenese benötigten Chiralität durch
Manfred Eigen 32
Kapitel 3: Urzeugung (Biogenese) durch Zufall? II. Die Verkettung der Bausteine
1. Das Standardschema 39
2. Das Standardschema wird etwas umgeändert 40
3. Das Standardschema wird noch einmal modifiziert 41
4. Die verschiedenen Arten von Eiweissen 43
5. Selbstorganisation 48
6. Einige wichtige Voraussetzungen und Forderungen 49
7. Die Vorprogrammierung von Eiweissen 50
8. Die Proposition, das Papier schreibe das Buch 52
9. Ein moderner Standpunkt 52
10. Die Tonlinse des Delphins 54
Kapitel 4: Die Genese biologischer Information
1. Das Problem der Information für die Archebiopoese 57
2. Das Problem des Transformismus und seiner «Finanzierung» mit neuer
Information 63
3. Entropie und Information 64
Kapitel 5: Programmierung durch Zufall?
1. Zufall als Programmierer? 69
2. Das Wesen des Zellprogramms 71
3. Manfred Eigens Glasperlen 75
4. Das Wesen einer Sprache 77
5. Sprachkonventionen 80
6. Übersetzung 85
7. Zusammenfassung 86
Kapitel 6: Zeitspannen und Datierungsmethoden:
ihr Verhältnis zur Frage von Intelligenz und der Entstehung von Arten
1. Zeitspannen und Datierung 89
2. Leitfossilien 97
3. Die CI4-Datierungsmethode 102
4. Die Konstanz der C14-Konzentration in der Atmosphäre 105
5. Der Einfluss des magnetischen Feldes der Erde auf die C14-Synthese 106
6. Einige Folgerungen 110
7. Andere Datierungsmethoden 111
8. Zusammenfassung 113
Kapitel 7: Mikroevoluüon, Transformismus und Konzepte
1. Genügen Mutationen und natürliche Auslese für die Evolution? 115
2. Das Überleben derjenigen Organismen, die am häufigsten Nachkommen
hinterlassen 118
3. Stabilisierung der Speziesgrenzen 119
4. Missing links nicht lebensfähig 120
5. Einige Folgerungen 122
6. Ein anderer Standpunkt: Maschine und Konzeption 123
7. Zufall und Maschinerie 125
8. Maschinerie auf molekularer Ebene 126
9. Quelle von Konzepten und Ideen 129
Ausblick 135
Anhang
1. Die sieben Hauptpostulate der Evolutionstheorie 137
2. Die drei thermodynamischen Hauptsätze 138
3. Symmetrie und Spiegelbildlichkeit biologischer Organe 138
4. Menschliches Gehirn und Evolution 139
5. Optische Aktivität in biologischen Makromolekülen 141
6. Chiralität und Zellstoffwechsel 143
7. Neue Funde im Paluxyfluss in Texas 144
8. Ein weiteres Hindernis der Proteinsynthese: die Aktivierung
der Aminosäuren 146
9. Ursprung des Erdmagnetismus 147
10. Gibt es zur DNA alternative Überträger genetischer Information? 149
Bibliographie 159
Personen- und Sachregister 163

gebraucht

Bestell-Nr.: BN6688
Autor/in: A.E. Wilder-Smith
Titel: Die Naturwissenschaften kennen keine Evolution
Preis: 9,90 €
ISBN: 9783796506918 (früher: 3796506917)
Format: 22 x 15 cm
Seiten: 144
Gewicht: 280 g
Verlag: Schwabe & Co.
Erschienen: 1978
Einband: Paperback
Sprache: Deutsch
Zustand: leichte Gebrauchsspuren mit Widmung
 

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