Der normale Mitarbeiter, Watchman Nee

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FLEISS - Das tägliche Leben eines Mitarbeiters ist untrennbar mit seiner Arbeit verbunden

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Aus diesem Grund müssen wir die für den Dienst für Christus nötigen Eigenschaften überdenken, und zwar handelt es sich hier um Fragen der Gesinnung und der Haltung. Um für einen geistlichen Dienst fähig zu sein, bedürfen wir nicht nur eines bestimmten Maßes an geistlicher Erfahrung, sondern wir brauchen auch eine bestimmte Art des Charakters: Sie muß der Art des Werkes, in dem wir stehen, entsprechen. Allerdings vollzieht sich die Entwicklung eines Charakters nicht von heute auf morgen. Wenn ein Mitarbeiter die Qualitäten, die ihn zum geistlichen Dienst befähigen, erlangen will, müssen viele praktische Dinge in seinem eigenen Leben unter Kontrolle kommen. Alte Gewohnheiten müssen ausgeräumt und neue durch einen Prozeß der Selbstzucht eingeübt werden. Eine grundsätzliche Einstellung ist nötig, wenn das Leben in Übereinstimmung mit dem Werk kommen soll.
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Es gibt junge Leute, die von Anfang ihres geistlichen Lebens an solche Qualitäten aufweisen und zu der Hoffnung berechtigen, daß sie sich zu brauchbaren Dienern Christi entwickeln werden. Wir kennen aber auch andere, zwar nicht minder Begabte, die jedoch sehr bald vom Weg abkommen und seinem Namen Unehre bereiten. Man fragt sich, wie eine solche unterschiedliche Entwicklung im Leben der Mitarbeiter zu erklären sei; Ich möchte freimütig antworten, daß bestimmte grundsätzliche Merkmale in der Konstitution eines jeden dafür ausschlaggebend sind, ob wir für Jesus brauchbar werden können oder nicht.
Ein junger Mann mag bestimmte Charakterzüge zeigen, die für die Zukunft verheißungsvoll zu sein scheinen; fehlen ihm aber gewisse andere grundlegende Qualitäten, so wird er doch die in ihn gesetzten Hoffnungen enttäuschen. Sein Wunsch, dem Herrn zu dienen, mag echt sein, aber es fehlt ihm einfach die Gesinnung eines wahrhaftigen Dieners. Uns ist noch nie ein Mit-
arbeiter begegnet, der undiszipliniert lebt und gleichzeitig ein guter Arbeiter ist, noch können wir uns einen Menschen vorstellen, der ungehorsam wäre und gleichzeitig ein brauchbarer Diener des Herrn.
Es gibt bestimmte Charakterzüge, ohne die niemand ein brauchbarer und zufriedenstellender christlicher Mitarbeiter sein kann. Ein Prozeß des Abbauens und Aufbauens ist nötig, bis ein Mitarbeiter den Vorstellungen Gottes entspricht und der Herr sich auf ihn verlassen kann. Die Schwierigkeiten mit vielen an sich geeigneten Mitarbeitern haben ihren Grund nicht in Unwissenheit und Unfähigkeit, sondern darin, daß sie im innersten Kern falsch sind, es fehlt etwas Grundsätzliches in ihrer Struktur. Wir müssen uns deshalb vor Gott demütigen und uns unter die notwendige Zucht stellen, damit das in Ordnung kommt, was unserm Charakter fehlt. Zu diesem Zweck wollen wir vor Gott stille werden und die Eigenschaften zu entdecken suchen, die für seinen Dienst nötig gebraucht werden.
Eine dieser Eigenschaften ist Fleiß. Seine Erwähnung scheint fast überflüssig zu sein. Dennoch ist es wichtig, darüber zu sprechen und sogar die Betonung darauf zu legen, daß ein Mitarbeiter Christi ein Mensch mit dem Willen zum Arbeiten sein muß. Im Matthäus-Evangelium lesen wir das Gleichnis von den Dienern, denen fünf, zwei und ein Pfund anvertraut wurden. Als nach langer Abwesenheit der Herr dieser Knechte zurückkam und Rechenschaft von ihnen forderte, sagte der, der ein Pfund erhalten hatte: „Herr, ich weiß, daß du ein harter Mann bist und erntest, wo du nicht gesät hast, und sammelst, wo du nicht ausgestreut hast, und ich fürchtete mich, ging hin und verbarg dein Talent in der Erde. Siehe, da hast du das Deine! Sein Herr aber antwortete und sprach zu ihm: Du böser und fauler Knecht, wußtest du, daß ich ernte, wo ich nicht gesät habe, und sammle, wo ich nicht ausgestreut habe? Dann hättest du mein Geld den Geldverleihern bringen sollen, und ich hätte bei meiner Rückkehr das Meinige mit Zinsen zurückerhalten. Darum nehmet ihm das Talent weg und gebet es dem, der die zehn Talente hat! Denn jedem, der hat, wird gegeben werden, und er wird IJberfluß
haben; dem aber, der nicht hat, wird auch das genommen werden, was er hat. Und den unnützen Knecht stoßet hinaus in die Finsternis! Dort wird Heulen und Zähneknirschen sein" (Matth. 25, 24-30).
Dieser Schriftabschnitt zeigt uns, daß der Herr von jedem Knecht Fleiß in seinem Dienst erwartet. Er zeigt auch klar die grundlegenden Schwierigkeiten im Leben des einen Knechtes, den er uns vor Augen führt. Es sind zwei Dinge: Er war sowohl böse als auch faul. Seine Bösartigkeit wird darin deutlich, daß er es wagt, seinen Herrn einen „harten Mann" zu nennen. Wir wollen uns bei diesei Eigenschaft nicht aufhalten, sondern mehr über die andere sprechen, die Faulheit.
Faulheit ist kein ungewöhnlicher Fehler. Faule Leute wollen nicht arbeiten, und sollte eine Arbeit vor ihren Füßen liegen, so versuchen sie, sich davor zu drücken. Sowohl Christen als auch Nichtchristen müssen sich diesen Vorwurf gefallen lassen und sind für ihre Freunde ein Hemmschuh. Kennen wir nur einen einzigen vollmächtigen christlichen Mitarbeiter, der träge ist? Nein, sie sind alle fleißig und immer darauf bedacht, weder Kraft noch Zeit zu verschwenden. Sie suchen nicht ständig nach Gelegenheiten zum Ausruhen, sondern ihr Bemühen zielt darauf, eine Gelegenheit zum Einsatz für ihren Herrn zu finden.
Schauen wir die Apostel an: Wie fleißig waren sie! Denken wir an das kolossale Arbeitspensum, das Poulus während seines Lebens geschatft ha. Wir entdecken ihn, wie er von Ort zu Ort reist, das Evangelium predigt und überall, wo er geht und mit einzelnen spricht oder diskutiert - selbst im Gefängnis— immer aktiv ist und die Gelegenheit nützt. Allen, die mit ihm in Kontakt kommen, predigt er, und er schreibt an solche, von denen er abgeschnitten ist. Lesen wir doch, was er aus dem Gefängnis an Timotheus schreibt: „Predige das Wort, tritt dafür ein zu gelegener und zu ungelegener Zeit" (2. Tim. 4,2). Die Gefangenschaft hat zwar seine äußere Beweglichkeit eingeschränkt, aber sie vermochte seine Wirksamkeit im Dienst nicht zu begrenzen. Wie viele geistliche Werte hat er durch seine Gefängnis-Briefe

Aus dem Inhalt

- Fleiß - Beständigkeit - Liebe zum Mitmenschen - Gabe des Zuhörens - Zurückhaltung im Reden - Sachlichkeit 
- Körperliche Selbstzucht - Leidensbereitschaft - Zuverlässigkeit in Geldangelegenheiten - Wahrhaftigkeit

gebraucht 
Bestell-Nr.: BN0402, 
Autor/in:    Watchman Nee,
Titel:    Der normale Mitarbeiter 
Format:    18 x 11 cm, 
Seiten:    112, Gewicht:    111 g, Verlag:    Blaukreuz, Erschienen:    1971 
Einband:    Taschenbuch, leichte Gebrauchsspuren mit Widmung

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