Heil Ruth

Heil Ruth
Ich habe Ruth Heil als Siebzehnjährige kennengelernt.
Sie kam damals im Rahmen eines diakonischen Jahres als Haustochter in unsere Familie, um mir bei der Versorgung meiner eigenen fünf kleinen Kinder zu helfen, bevor sie ihre Ausbildung als Diplomkrankenschwester antrat. Angebot:

In unserem Hause hat sie auch ihren späteren Mann, der damals noch Theologiestudent war, kennengelernt. Zu jener Zeit war sie bei uns eine Lernende. Nun aber durfte ich bei der Lektüre ihres Buches von ihr lernen und wurde reich beschenkt. Es sind vor allem drei Botschaften, die ich aus diesem Mutterbuch heraushöre:
Die erste Botschaft ist, daß das Mutterwerden ein Wachstumsprozeß ist. Es ist Ruth Heil gelungen, dies in einleuchtender Weise darzustellen. Als Leser erlebt man von Seite zu Seite mit, wie sie allmählich in ihre Rolle als Mutter hineinwächst.
»Erst allmählich lerne ich, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden«, sagt sie. »Neue Kraftquellen erschließen sich nun.« Nur wenn die Mutter sich als Mutter selbst voll angenommen hat und folglich auch ihr Kind voll annehmen kann, erschließen sich diese Kraftquellen, ohne die eine Mutter die schwierigen Situationen, in die sie unweigerlich kommt, nicht durchhalten kann.
Die zweite Botschaft, die mich an diesem Buch bewegt, ist die Tatsache, daß das Mutterwerden eben gerade keine Einengung bedeutet, kein Abgeschobenwerden auf ein Abstellgleis, sondern daß es im Gegenteil eine ungeheure Chance zur Selbstentfaltung ist.
»Es war ein Ausbrechen aus dem Ghetto meiner Pflichten, die ich mir selbst auferlegt hatte«, sagt Rudi Heil. Wer sich staunend mitfreuen kann, daß sie am Ende als Mutter von fünf Kindern sogar noch Zeit findet, das Flötenspiel zu erlernen, der hat die Botschaft dieses Buches begriffen und versteht von innen her, warum die Autorin einiges mitunter in einem Überschwang ausdrücken muß, den vielleicht nicht alle Leser nachvollziehen können.
Die tiefste Botschaft dieses Buches aber ist für mich, daß mir das
Wort Jesu neu aufging: »Wer ein solches Kind in meinem Namen aufnimmt, der nimmt mich auf.«(Matth 18:5)
Das bedeutet nichts weniger, als daß uns in jedem Kind Gott selbst begegnen will.
Viele würden diese Gabe der Gottesbegegnung und der Gottesfreude im Kind gern annehmen, aber sie scheuen vor der Aufgabe, die damit verbunden ist, zurück. Darum wird ihnen auch die Gabe nicht zuteil.
Ruth Heil bekennt selbst, daß sie mit dieser Versuchung ringen mußte: »Ich schäme mich... Ich will das Geschenk Kind, das mir Freude bereitet, ohne die Aufgabe Kind, die mir Arbeit macht.« Weil sie sich jedoch der Aufgabe stellte, kann sie überzeugend folgende Erfahrung weitergeben: »Welch eine Geborgenheit erfahre ich, indem ich meinen Kindern Geborgenheit schenke!«
Mit diesem Satz rührt Ruth Heil von neuem an jenes beglückende Geheimnis: Gott will uns im Kind begegnen. Darum sind es eben nicht nur die Kinder, die bei ihren Müttern Geborgenheit finden, sondern es sind umgekehrt auch die Mütter, die durch ihre Kinder Geborgenheit empfangen - Geborgenheit in Gott.
                                                                            Ingrid Trobisch Vorwort aus Du in mir  Trobisch  ISBN 3 887827 038 x

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